[FR] Die Königin und der Leibarzt

Dänemark im späten 18. Jh.: Die junge britische Adlige Caroline Mathilde wird mit ihrem Cousin Christian VII. von Dänemark verheiratet. Anfangs noch voller Neugier und Begeisterung angesichts ihres neuen Lebens stellt sie schnell fest, dass ihr Gemahl psychisch krank ist, launenhaft, kindlich, und sich lieber in Bordellen und im Theater denn an ihrer Seite aufhält. Nach einiger Zeit, in der sie sich zusehends frustriert in ihr Schicksal fügte, kommt der deutsche Armenarzt Johann Friedrich Struensee an den Hof, um als Leibarzt des Königd zu dienen. Struensee gelingt es schnell, Christians Vertrauen zu gewinnen und bald auch das der Königin, die ihm nach anfänglicher Abneigung mehr und mehr zugetan ist. Immerhin teilen die beiden dieselben Interessen und politischen Sichtweisen, die mit ihren aufklärerischen Zügen nicht unbedingt für Anklang im dänischen Adel stoßen. Bald versuchen Struensee und Caroline Mathilde ihren Einfluss bei Christian auszunutzen, um Reformen der Aufklärung in Dänemark durchzusetzen, was irgendwann völlig außer Kontrolle gerät …

Hier gibt es den Trailer zum Film!

Die Tatsache, dass Mads Mikkelsen die Rolle des Johann Friedrich Struensee übernimmt, hat mich größtenteils dazu bewogen, mir diesen Film zu kaufen, ist er doch gemeinhin recht unbekannt. Das wird wohl auch nicht unwesentlich an dem furchtbaren deutschen Titel liegen, der doch irgendwie nach Fernsehromanze klingt, als nach einem Film, der den Kinobesuch wert ist. Und, wie gesagt, wäre Mikkelsen nicht auf dem Plakat gewesen, hätte ich das vermutlich auch geglaubt. Ich mag die Art und die Ausstrahlung dieses Schauspielers und wurde auch in diesem Film nicht enttäuscht. Hervorragend gespielt wird man durch ihn in die Welt des 18. Jahrhunderts versetzt, eine Zeit des Umbruchs und der politischen Ränkespiele, die Zeit der Aufklärung. Auch Mikkel Boe Folsgaard als Christian VII. spielt seine Rolle hervorragend und wandelt geschickt zwischen naiver Empfindsamkeit und totaler Verrücktheit. Überhaupt ist es die Dreierbeziehung zwischen Struensee, Caroline Mathilde und Christian, welche diesen Film ausmacht und wunderbar feinfühlig dargestellt wird, ohne zu sehr Klischees zu bedienen. Es ist eher ein Film über Freundschaft und Liebe vor historischem Hintergrund für mich, als ein blanker Historienfilm, obgleich die Handlung auf einer wahren Begebenheit beruht. Trotz einiger kleiner Längen kann ich den Film wirklich all jenen empfehlen, die sich gern mal einen ruhigen, historischen Film mit tollen Schauspielern ansehen wollen – und für alle Mads Mikkelsen Fans sowieso.

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