[Erste Eindrücke] Neverwinter

Die Vergessenen Reiche liegen mir stets besonders am Herzen, was in regelmäßigen Abständen traurig vor sich hin blutet, weil keine Spiele mehr in dieser Welt veröffentlicht werden. Sei es die Welt der Ebenen von Planescape Torment, die Welt Faerûns aus „Baldurs Gate“, „Icewind Dale“ und „Neverwinter Nights“ – ich fühle mich überall heimisch und zuhause. Umso erfreuter war ich, als ein neues Spiel in dieser Welt angekündigt worden ist und das auch noch rund um die Stadt, in der ich in früheren Spielen schon oft unterwegs war: Neverwinter.

Wie immer kritisch betrachtete ich die Tatsache, dass es ein MMORPG werden sollte, zwar Free2Play, dennoch online und somit für mich schlagartig weniger interessant. Ich habe mich schon sehr oft an Onlinespielen versucht, konnte aber nie wirklich dran bleiben, weil mir diese Offenheit und die vielfach vorhandene Eintönigkeit von Quests schwer auf den Magen schlägt. Noch dazu bin ich gegen jegliche kostenpflichtige Abos, was die Auswahl ja nun auch wieder um einige doch erfolgreiche und interessante Titel einschränkt. Dennoch kam ich nicht umhin, in meine geliebten Vergessenen Reiche hinein zu schnuppern, um zu schauen, wie es hier umgesetzt worden ist. Derzeit befindet sich Neverwinter noch in der Beta Phase, was natürlich nicht immer einen glatten Spielverlauf gewährleistet. Dennoch muss ich sagen, dass die Spielwelt wirklich hübsch gestaltet ist, die Landschaft sieht toll aus und innerhalb Neverwinters herrscht stets buntes und geschäftiges Treiben, in das ich mich gern stürze. Die Aufträge waren auch einigermaßen interessant, sodass ich denke, doch demnächst öfter hier vorbei zu schauen, je nachdem, wie lange die Motivation anhält.

Zugegebenermaßen habe ich durch dieses Spiel wieder richtig Lust auf den Klassiker bekommen und prompt installiert. Storytechnisch sind für mich eben die (linearen) Offline-Spiele immer fesselnder. Vielleicht fehlt mir einfach nur der richtige Mitspieler? Die richtige Einstellung? Star Wars: The Old Republic fand ich ja anfangs auch toll, hab’s nur irgendwann wieder liegen lassen, weil es mir nicht genug Spannung bereit hielt. Mag auch daran liegen, dass ich andauerndes Streben nach höheren Levels eintönig finde, es meist schleifen lasse und prompt beim ersten richtigen Endboss im Staub lande. Trotzdem versuch ich erst mal weiter online mein Glück und schaue, wie sich das Spielerlebnis so entwickelt … eines kann ich nur schon einmal sagen: Atmosphäre gibts nach wie vor viel, viel mehr im alten „Neverwinter Nights“ (oder im fast noch besseren AddOn „Die Horden des Unterreichs“…). Da kann ich nicht aus meiner Haut …

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5 Gedanken zu “[Erste Eindrücke] Neverwinter

  1. Hach, Nemeryll…wenn ich das lese, denk ich nur eines: Guild Wars 2….wenn du dich da mit Ruhe und Gelassenheit reinbegeben würdest, ich wette, es würde dir gefallen. Mein Freund zockt es ja so schnell nicht wieder, weil ihm der „Schwanzvergleichsreiz“ fehlt. Es ist eben kein Spiel, bei dem man ewig stumpf levelt um irgendwann DAS tolle Item zu bekommen, sondern ein Spiel der erlebten Geschichten und des reinen Spielspaßes. Wenn du dir mal seinen Account leihen willst…der hat noch genügend Charakterplätze frei und wird, wie gesagt, so schnell nicht wieder spielen. 😉

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      1. Geht ja sogar bis über 70 Fraktale. Bin gerade nicht sicher, was derzeit die höchste, mögliche Stufe ist. Etwas um 79 glaube ich war es. 😀

        Naja, jeder hat halt so seine Vorstellungen, was ihn bei der Stange hält. Mich beschäftigt GW2 nun schon seit Release ganz gut. 😉

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