Monat: August 2013

Haustiermesse 2013

So, wie es mir möglich ist, besuche ich jedes Jahr die Haustiermesse in Leipzig, die komischerweise auch jedes Jahr einen anderen Namen hat. Dieses Jahr war es „Hund und Katze“ oder so ähnlich. Auf jeden Fall ein Muss für mich als Haustierbesitzer und Tierfan allgemein. Allerdings werd ich auch immer ein kleines bisschen wehmütig, wenn ich die vielen tollen Hunde sehe, da ich besonders deren Anwesenheit in meinem Alltag hin und wieder schmerzlich vermisse. Aber einen Hund in einer Wohnung zu halten – das widerstrebt mir, zumal ich ja GROßE Hunde möchte.

Für Katzenfans gab es teilweise zuckersüße Kitten mit Stammbaum zu verkaufen, auf den Hundeschauen konnte man Rassen jeder Art und jeden Geschmacks beobachten. Besonders die nordischen Hunde haben es mir dabei angetan, und so konnte ich mich beispielsweise von den Alaskan Malamutes oder den Akita Inus kaum los reißen.

Das Programm bietet auch so Einiges, neben Dog Diving, Hundetalentshows und Vorführungen des Zolls, konnte man allerlei Zubehör für die großen und kleinen Lieblinge kaufen, sich Vorträge über Rassen und Verhaltensweisen anhören, oder einfach nur dem bunten Treiben zusehen.

Für Leute, die sonst nicht viel mit Tieren am Hut haben und „nur mal gucken“ wollten, kann ich diese Messe nicht empfehlen. Dafür weiß man nie, in welche Pfütze man gerade rein getreten ist und wenn es regnet, riecht das ganze doch ziemlich nach nassem Hundepups 😀

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Nur 1 Wort TAG und so wenig Zeit…

Es könnte so schön sein. In meinem Kopf schweben Blogbeiträge von Spiele-News, tolle neue Bücher, die ich euch gern näher bringen würde, mal eine Outfit-Serie … aber nein! Nemeryll bastelt weiter an ihrem Lebenslauf und hat ein neues Praktikum gestartet. Dieses ist weitaus umfangreicher, als das vorige, vor 17:30 bin ich selten daheim, und ganz nebenbei schweben diverse offene Bewerbungen und auszufüllende Formulare von diversen Behörden. Da kam mir der 1-Wort-TAG von Armarium nostrum gerade recht, denn mit meiner Zeit muss ich derzeit sehr behutsam umgehen, damit die Gute mir nicht davon läuft. Da ich fleißige Youtube-Zuschauerin bin, kannte ich den schon – bei den Beauty-Gurus geistert der ja schon eine ganze Weile rum. Witzig, dass sowas anscheinend auch Einzug in die Bloggerwelt findet. Oder schon längst gefunden hat. Oder … Ich bin da nicht mehr auf dem neuesten Stand *seufz*

N°1 : Wo ist Dein Handy? – Arbeitstasche

N°2 : Dein Partner? – Fernsehen

N°3 : Deine Haare? – nass

N°4 : Deine Mama? – anstrengend

N°5 : Dein Papa? – entfernt

N°6 : Dein Lieblingsgegenstand? – PC

N°7 : Dein Traum von letzter Nacht? – vergessen

N°8 : Dein Lieblingsgetränk? – Wasser

N°9 : Dein Traumauto? – Audi

N°10 : Der Raum in dem Du dich befindest? – Wohnzimmer

N°11 : Dein Ex? – unwichtig

N°12 : Deine Angst ? – Versagen

N°13 : Was möchtest Du in 10 Jahren sein? – zufrieden

N°14 : Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? – Freund

N°15 : Was bist Du nicht? – geduldig

N°16 : Das letzte was Du getan hast? – baden

N°17 : Was trägst Du? – Assi-Couch-Look (JA, das ist ein Wort!)

N°18 : Dein Lieblingsbuch? – viele

N°19 : Das letzte was Du gegessen hast? – Schokolade *schäm*

N°20 : Dein Leben? – stressig

N°21 : Deine Stimmung? – erschöpft

N°22 : Deine Freunde? – verstreut

N°23 : Woran denkst Du gerade? – schlafen

N°24 : Was machst Du gerade? – schreiben

N°25 : Dein Sommer? – Urlaub

N°26 : Was läuft in Deinem TV? – Eurosport (NICHT meine Schuld!)

N°27 : Wann hast Du das letzte Mal gelacht? – Praktikum

N°28 : Das letzte Mal geweint? – vorgestern 😦

N°29 : Schule? – Freunde

N°30 : Was hörst Du gerade? – Gebrabbel

N°31 : Liebste Wochenendbeschäftigung? – zocken

N°32 : Traumjob? – Schriftstellerin

N°33 : Dein Computer? – Baby

N°34 : Außerhalb Deines Fensters? – Häuser

N°35 : Bier? – manchmal

N°36 : Mexikanisches Essen? – lecker!

N°37 : Winter? – scheiße!

N°38 : Religion? – Macht

N°39 : Urlaub? – Ägypten

N°40 : Auf Deinem Bett? – Mietzen

N°41 : Liebe? – gefunden

 

Da fühlt man sich glatt, wie beim Therapeuten 😀 Ich hoffe, dass ich demnächst wieder mehr zum bloggen komme, schon allein weil ich wieder so viel frustshoppen war durch den ganzen Stress!

Ich tagge Arwen , weil ich weiß, wie viel „Spaß“ dir sowas macht *hähähähä* 😛

[BR] Brent Weeks – Der Weg in die Schatten

In den Schatten wirst du deine Seele verlieren!

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Attentäter allerdings die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn nur als Lehrling des Blutjungen kann Azoth dem sicheren Tod auf der Straße entkommen. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …

Inhalt:

Der Straßenjunge Azoth leidet unter der Gewalt des Bandenanführers Ratte und den Entbehrungen, die ein Leben auf der Straße der Stadt Cenaria mit sich bringen. Er will nur eines – keine Angst mehr haben müssen, und dazu scheint ein Leben als Attentäter, als sogenannter Blutjunge, wie geschaffen. Der gefährlichste von ihnen, Durzo Blint, jedoch möchte eigentlich keinen Lehrling und stellt Azoth vor eine grauenhafte Probe nach der anderen, um seinen Wert als Blutjungen-Anwärter unter Beweis zu stellen. Dabei muss Azoth nicht nur an seine körperlichen, sondern auch an seine psychischen Grenzen gehen, um sich Durzo Blint als würdig zu erweisen.

Schreibstil:

Brent Weeks schreibt, wie ich es mag: ausführlich, bildhaft, doch dabei nicht zu langatmig, dass man sich durch seitenlange Gegendbeschreibungen blättern muss. Er schafft es meisterhaft, die Figuren vor dem inneren Auge zum Leben zu erwecken und einen eintauchen zu lassen in die Welt Midcyru. Hin und wieder wünscht man sich jedoch, das Original zu lesen, da an manchen Stellen doch etwas holprig übersetzt wurde. Dies trübt aber in keinster Weise das Lesevergnügen. Mit einem großen Einfühlungsvermögen beschreibt er die schlimmen Zustände der Straßenkinder Cenarias und lässt Azoths Entwicklung vom verängstigten Bandenkind zum begabten Kämpfer wie einen Spielfilm ablaufen.

Meinung:

Für mich ist Der Weg in die Schatten ein absoluter Überraschungserfolg, denn als ich das Buch kaufte, hatte ich von dem Autor noch nicht wirklich etwas gehört und wollte eigentlich seine Folge-Trilogie lesen. Dass ich mich dafür entschied, mit seinem Erstlingswerk zu beginnen, habe ich in keiner Sekunde bereut. Die Geschichte rund um Azoth und Durzo ist so hochspannend geschildert, jede Figur wird so beschrieben, dass sie fast neben einem zu stehen scheint, und die Wendungen und Offenbahrungen im letzten Drittel haben mich teilweise mit offenem Mund zurückgelassen, was ich sehr lange nicht mehr bei einem Buch hatte.

Erst einmal unter den Fittichen des bekanntesten Blutjungen des Landes angekommen, wird Azoth mehr und mehr in die Intrigen des Reiches verstrickt, denn seine Opfer, die Durzo nur als „Leichen“ bezeichnet, sind nicht selten wichtige, politische Persönlichkeiten. Als Spielball der Machenschaften des Adels erschleicht Azoth sich die Freundschaft des jungen Adeligen Logan, der bei vielen als letzte Hoffnung für das Reich Cenaria gilt. Doch irgendwann muss Azoth erkennen, dass seine Freundschaft zu dem Fürstensohn nicht mehr nur bloße Schauspielerei ist und er sich entscheiden muss zwischen seinem unerbittlichen Meister und seinen neuen Freunden. Ganz nebenbei schwelt ein drohender Krieg über der Stadt und nicht nur Durzo Blint jagt des Nachts als angeheuerter Blutjunge durch die Straßen. Die politischen Intrigen wurden dabei genial mit dem Handlungsstrang Azoths verwoben und oft lässt einen die dargestellte Brutalität erschauern. Man muss sich bewusst sein, dass es zwar um – vor allem am Anfang – Kinder geht, dieses Buch aber definitiv kein Jugendroman ist. Es macht „Spaß“, einem Attentäter während seiner genial ausgeführten Aufträge auf die Finger zu schauen, und dabei stets mit Azoth mitzuleiden, der beständig mit seinem Schicksal und seinem Pflichtbewusstsein hadert. Beim großen Endkampf bleiben einige Fragen offen, die anscheinend im zweiten Teil beantwortet werden, den ich natürlich sofort haben muss. Ein wunderbar spannendes und tolles Fantasybuch mit gewissem Schauerfaktor und endlich mal wieder einem Spannungsbogen, der sich gewaschen hat.

Mein Tipp: Lest die Danksagung!

In die Wüste und zurück…

Der kleine Jeep rast durch die Wüste, Wolken von Sand und Staub hinter sich aufwirbelnd. Der Fahrer tritt aufs Gas und hält auf eine Düne zu, die sechs Insassen krallen sich an den Sitzen fest, während das Auto über die Anhebung rauscht und alles im Inneren hin und her rüttelt. Schaut man aus dem Fenster, sieht man die anderen Jeeps, die uns hinterher rasen und bis auf sie und uns gibt es nichts außer Wüstensand und felsige Berge.

In meiner Fantasie befinde ich mich auf einer Verfolgungsjagd, untermalt von der anstrengenden und hektischen, arabischen Musik, die blechern aus dem Autoradio tönt, auf der Flucht vor skrupellosen Drogenbossen und deren Handlangern, die mir und den von mir beschafften Geheiminformationen ans Leder wollen.

Schließlich ist es nur dem tüchtigen Fahrer zu verdanken, dass die Verfolger bald am Horizont verschwunden sind. Die geheimen Dokumente verlustsicher verwahrt, wechsele ich das Fahrzeug und rausche mit dem Quad weiter durch die Unendlichkeit von Sand, Fels und sengender Sonne. Die Dünen schütteln jede Faser meines Körpers durch, der Sand peitscht mir ins Gesicht und zerrt an dem Tuch, was mir ein staubfreies Atmen sichert. Doch bevor mich die Kräfte verlassen und ich mich der glühenden und doch so heimeligen Hitze ergebe, erreiche ich das Beduinendorf – den Ort, wo ich die Dokumente abliefern soll. Die Übergabe erfolgt relativ problemlos, hat man schließlich schon lange auf diese Papiere, welche das Fortbestehen der uns bekannten Welt bedeuten, gewartet. Die Beduinen geben mir Wasser und Brot, ihre Kinder sind fasziniert von dieser unverhüllten Frau mit den fantastischen, technischen Geräten. Gestärkt bekomme ich ein Kamel mit einem unerschütterlichen Gemüt und einer Engelsgeduld, die mich angesichts der Wichtigkeit meines Auftrages und meiner ohnehin fahrigen Natur auf die, wohl doch weit entfernte, Palme bringt, dennoch bringt es mich ungesehen und sicher aus dem Dorf, an meinen Häschern vorbei, zurück in die Zivilisation. Der Bürgermeister der Beduinen konnte meine Dokumente erfolgreich entschlüsseln und ein Ende meiner Mission scheint nicht mehr fern.

Zurück in meinem Unterschlupf angekommen soll mir jedoch nur ein kurzer Moment der Ruhe vergönnt sein. Erneut werde ich angeheuert, um den mir nach wie vor unbekannten Auftraggebern zu Willen zu sein. Dieses Mal handelt es sich um die Bergung eines uralten Artefaktes, verborgen auf hoher See, nur erreichbar für jene, die sich des schwimmens und tauchens nicht scheuen. Der Bergungsort konnte durch meine entschlüsselten Papiere geortet werden und wieder einmal werde ich meiner chronischen Unterbezahlung gewahr, die den mir auferlegten Risiken in keinster Weise gerecht wird. Ein Boot bringt mich hinaus in eine neue Wüste, die dieses Mal aus Salz, Wasser und verschlingendem Azurblau besteht.  Auch hier regiert das unerbittliche Feuer der Sonne, doch es wirkt ungeheuer erholsam, dieses Mal Salz anstelle des kratzenden Sandes auf der Haut zu spüren. Ein Hornsignal lässt mich eilig die Schnorchelausrüstung anlegen, denn der Startpunkt meines Suchens ist erreicht worden. Ich atme einmal, zweimal, dann springe ich von Deck hinein in das Wasser, welches Temperaturen von Badewannenwasser aufweist. Unter mir breitet sich ein riesiges Korallenriff aus und in der Ferne schwimmt eine Delfinenfamilie, von denen einige hin und wieder an die Oberfläche kommen, um nach Luft zu schnappen. Fische in allen Farben und Größen tummeln sich um meine Gestalt, umringt von den fahlen Lichtstrahlen, die durch die Wasseroberfläche nach unten dringen, während ich der Strömung folge und suchend das Riff mit den Augen abtaste. Irgendwo hier liegt es verborgen – jener Gegenstand, für den ich durch die Wüste gejagt wurde und nun durch Schwärme von Meeresbewohnern schwimme, von denen ich nie genau weiß, ob sie mir freundlich oder boshaft gesinnt sind. Nach ungefähr einer halben Stunde scheint meine Suche dem Ende so nahe gekommen zu sein, dass ich den Erfolg beinahe schmecken kann, denn eine metallen glänzende Oberfläche, gefangen zwischen jaherzehntelang gewachsenen Korallen, reflektiert die wenigen Sonnenstrahlen und blendet mich, als hätte es eigens für mich ein Signalfeuer entzündet…

Sind Urlaubsausflüge normalerweise ohnehin ein pures Erlebnis, so sind sie für mich doch oft die Quelle atemberaubender Abenteuer, die sich leider währenddessen lediglich in meinem Kopf zu kleinen Episoden zusammen ballen. Dabei sind es stets die warmen, von mir innig geliebten Länder, die mich zu kleinen, gedanklichen Reisen inspirieren und mich erneut frustriert feststellen lassen, dass ich – schon wieder – mein Notizbuch vergessen habe. Das heiße Klima, die warmen Nächte, die freundlichen Hotelmitarbeiter konnten mir einige inspirierende Tage bescheren und mich erneut mit dem Gedanken heim kehren lassen, dass dies nicht mein letzter Besuch gewesen ist. Erwähnenswert ist auch, dass ich, trotz reichhaltigem Essen, nur ein Kilo zugenommen habe, was ich angesichts der zugeführten Menge doch recht wenig finde. Umso größer ist die Motivation, jetzt endlich wieder richtig mit dem Sport weiter zu machen, immerhin hatt es mein Bauchtrainer mit in den Koffer geschafft (was die Plauze auf den Strandfotos nicht minder „kuschelig“ aussehen lässt *grmpf*). Erwähnenswert ist außerdem, dass die Wüstensonne meine restlichen braunen Spitzen von meinem „ich-werd-brünett-Anfall“ komplett aufgehellt hat und ich jetzt endlich wieder eine gleichmäßige Haarfarbe aufweise, ohne jedem erzählen zu müssen, das wäre Ombre *hust*. So schnell kanns gehn. Meiner neuen Haarpflege sei es gedankt, dass ich auch trotz Salz, Sonne und Chlor so gut wie gar keine Schäden in meinen Flusen erkenne, was mich noch mehr bekräftigt, nur noch auf Friseurshampoo und Co. zurückzugreifen.

Noch dazu habe ich einen neuen Autor mit einem überraschend fesselnden Buch für mich entdeckt, welches meine derzeitige Lektüre kurzerhand in den Allerwertesten getreten hat, und konnte viele nette Leute kennen lernen, mit denen der Kontakt hoffentlich so bald nicht abreißt.