Warum ich beschlossen habe, erstmal nicht mehr zum Friseur zu gehen…

…sind folgende Erlebnisse:

  1. Mit dem Kamm ruckartig durch meine vom Wind zerzausten Haare fahren, während ich das Knacken der abbrechenden Haare hören kann.
  2. Nach dem Waschen keine Spülung benutzen und selbiges wieder mit dem Kamm machen. Diesmal sehe ich die abgebrochenen Strähnen regelrecht aus dem Kamm fallen.
  3. „Oh mein Gott, was haben Sie denn mit ihren Haaren gemacht??!!“
  4. „Hattest du mal Haarausfall?“
  5. Alternativ dazu: Entsetztes Naserümpfen, während man die Haare inspiziert.
  6. „Deine Haare sind ja wirklich sehr fein.“
  7. „Du hast ja SO dünne Haare!“
  8. „Das geht mit deinen Haaren nicht…“
  9. „Also bis mindestens hierher MÜSSEN sie ab!“
  10. Ich: „Bitte nur die Spitzen schneiden, ich möchte sie nicht so kurz.“ Friseuse: „Ach, ich denke, kurze Haare würden dir SO gut stehn!“ (Zeit und entsetzte Blicke meinerseits verstreichen) „So, jetzt sind sie schön kurz!“ oO
  11. Nicht zu vergessen, dass ich danach aussah wie eine Mischung aus Angie und Prinz Eisenherz.
  12. Die Rundbürste beim Föhnen völlig gefühllos durch die Haare reißen.
  13. „Also das mit den Silikonen … puh, da hab ich auch keine Ahnung…“
  14. „Hitzeschutz ist auch nur so eine Marketinglüge, im Endeffekt brennst du dir damit nur die Stoffe mehr in die Haare rein. Wichtiger ist eine gute Pflege.“
  15. „Ganz, ganz wichtig ist IMMER einen Hitzeschutz benutzen!“
  16. „Ganz wichtig ist es, die Spitzen regelmäßig, also so einmal im Monat,  zu schneiden, damit sie besser nachwachsen“ (Bei einem durchschnittlichen, monatlichen Haarwachsatum von 1 cm und einem monatlichen „Spitzen schneiden“ von mindestens 5 cm frage ich mich, wo da das Wachstum bleiben soll…)
  17. „Wenn ich dir die Haare damit färbe, werden sie grün – wir nehmen lieber das.“
  18. Andere Friseuse: „Wieso sollten denn deine Haare damit grün werden??? Klar geht das!“
  19. Mir die Haare so föhnen, dass ich danach aussehe, als hätte ich einen Lampenschirm auf dem Kopf.
  20. Mir eine Bloniderung auf den Kopf klatschen, wonach ich aussehe, als hätte sie das mit Urin angemischt.

Demnächst lege ich mir eine hochwertige Schere zu, gefärbt wird nur noch selbst. Inzwischen ist mir klar geworden, dass nur eine mit meinen zugegebenermaßen komplizierten Haaren umgehen kann, und das bin ich selbst. Vielleicht wage ich irgendwann mal wieder,  zu einem wirklich renommierten Friseur zu gehen, der einen guten Ruf hat, aber bis dahin kommt mir so schnell niemand anderes an meinen Schopf. Das betreibe ich jetzt schon seit August und siehe da … die Haare sind wieder auf Schulterlänge angekommen. Ich hoffe nur, sie landen nicht aus Versehen in irgendeiner Kerze vom Adventskranz. Frohe Weihnachten!

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3 Gedanken zu “Warum ich beschlossen habe, erstmal nicht mehr zum Friseur zu gehen…

  1. Ich habe neulich – als ich das erste Mal seit mindestens 15 Jahren wieder beim Frisör war (ich habe zum Glück jemanden in der Verwandtschaft…) habe ich auch etwas sehr kurioses erlebt. Zum einen hat sie (22) Dinge erzählt, die eigentlich nicht sein könnten (Meister mit 19, drei Filialen geleitet und dann die Entscheidung getroffen, doch lieber sich selbstständig zu machen), dann hat sie meine ordentlich aufgewickelten Papilotten (schreibt man das so?) auseinander gewickelt und dann mit einer Bürste (mit einer Bürste!!!) durchgekämmt, da sie einen Zopf flechten wollte. Ich habe zum einen sehr feines, glattes Haar und habe demnach massig Schaumfestiger reingeschmiert beim Aufdrehen, zum anderen gehen meine Haare bis zum Hintern – da ist ausbüsten keine gute Idee. Ich habe die Strähnen immer mit den Fingern geteilt, damit sie sich nicht verheddern oder gar ein Nest entsteht. Sie war aber nicht davon abzuhalten!!! Nachdem sie mit dem Flechten fertig war, hat sie dann ordentlich Haarspray und Wachs benutzt „um die Locken schön zu definieren“. Statt sie zu definieren hat sie Haarknoten und Nester fixiert. Ich habe danach eine halbe Stunde vor dem Spiegel gestanden um daraus eine halbwegs herzeigbare Frisur zu machen – mehr Zeit hatte ich nicht, denn vor dem Haus stand ein Oldtimer und wollte mich zu meiner standesamtlichen Trauung fahren. Grauenvoll! Es haben zwar alle gesagt, meine Haare würden hübsch aussehen, aber ich wusste es besser. Nie wieder – so lange meine Cousine ihre Finger noch bewegen kann – werde ich je wieder einen Frisör aufsuchen!!!

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    1. So etwas habe ich auch schon mal erlebt … „ja, ich mache das seit ich 12 bin“ blabla … komisch, dass man dann NICHTS kann. Und alles alles Gute nachträglich zur Hochzeit, ich hoffe, ihr zwei genießt das Ehedasein ordentlich 😉

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  2. Ich kann das vollkommen verstehen. Wenn man nicht gerade in den nahezu dreistelligen Bereich gehen möchte, sollte man lieber die Finger von Friseuren lassen… ich färbe ohnehin nur selbst und gerade Spitzen schneiden kann mein Freund auch. Der schneidet wenigstens nicht zu viel ab… früher hat das meine Mutter gemacht. Zwischendurch hab ich noch ein paar Friseurinnen probiert, aber bei den meisten ist da nicht viel bei rausgekommen. 😉

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