[BR] Brent Weeks – Am Rande der Schatten

Klappentext:

In den Schatten kann es keine Freundschaft geben!

Die Ausbildung zum Assassinen hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Kylar als überaus schmerzhaft erwiesen, denn sein einstiger Lehrer Durzo Blint und sein bester Freund Logan sind den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen. So ist es kein Wunder, dass Kylar seiner Profession den Rücken gekehrt hat. Doch dann hört er das Gerücht, dass Logan noch am Leben sein soll und sich versteckt. Und so muss sich der ehemalige Blutjunge der Frage stellen, ob die Schatten einen jemals wieder loslassen, wenn man sich erst einmal in sie hineinbegeben hat …

Inhalt:

Der zweite Teil der Schatten-Trilogie knüpft nahtlos an den Vorgänger, Der Weg in die Schatten, an. Kylar will sich endlich ein ruhiges Leben aufbauen und sich endgültig vom Meuchelmörder-Dasein verabschieden, doch der Einfluss des skrupellosen Gottkönigs erreicht ihn irgendwann dennoch und bedroht nach wie vor nicht nur das gesamte Reich Cenaria, sondern auch Kylars kleine Familie, für die er alles aufgegeben hat. Auf den Fersen ist ihm dabei vor allem Vi, die ebenfalls als Blutjunge (oder eher Blutmädchen?) ausgebildet worden ist, und sie wird nicht ruhen, bis sie ihren Auftraggeber zufrieden gestellt und sich selbst endlich aus der Sklaverei befreit hat.

Schreibstil:

Ich mag den Schreibstil von Weeks generell sehr gern und diesmal hab ich auch an der Übersetzung nicht wirklich etwas störendes feststellen können. Er hat so eine gewisse Ironie in seiner Schreibe, ein wenig schwarzer Humor hier und da, der einen dann doch immer wieder aus den oft schockierend brutalen Szenen reißt (die dann auch so schnell wieder vorüber gehen, wie sie gekommen sind). Er schreibt spannend, mitreißend und sehr anschaulich, ohne dass es zu blumig wird wie beispielsweise bei Lynn Raven, die aber auch wieder ein ganz anderes Genre der Fantasy bedient. Und für den eingebauten Star-Wars-Witz könnte ich Weeks knutschen 😉

Meinung:

Zuerst dachte ich, dass der zweite Teil gegenüber seinem Vorgänger deutlich schwächelt, einfach weil die Handlung eine Weile braucht, bis sie richtig in die Gänge kommt, dabei wollte ich doch nach den sagenhaften Wendungen vorher nun endlich wissen, wie es weiter geht. Doch Kylar will eben nichts mehr von dem ganzen Morden wissen und dementsprechend beschaulich läuft es auch zunächst bei ihm ab, aber lange kann sich ein ehemaliger Blutjunge nun einmal nicht gegen seine Bestimmung wehren. Besonders gefallen hat mir hier auch Vi, deren Schicksal mich wirklich berührt hat und die Kylars großer Liebe Elene nach und nach deutlich den Rang abgelaufen hat. Letztere fand ich irgendwann geradezu nervig mit ihrer ewig gepredigten Keuschheit und dem Glauben an ihren Gott und … na ja … kein Wunder, dass das alles so passiert ist, wie es schließlich passierte. Die Charaktere stimmen in diesem Buch einfach, man hasst sie, man liebt sie, aber irgendwie gibt es auch Beweggründe an ihnen, die man immer versteht, egal was man von ihnen hält – also genau so, wie ich es mag. Die Dialoge stimmen hier einfach, sie lesen sich flüssig, sind humorvoll, ernst und mit dem kleinen Hauch Pathos, den man manchmal in der High Fantasy einfach braucht. Die verschiedenen Handlungsstränge sind meines Erachtens stimmig und passen sehr gut zusammen und wie im ersten Teil wartet das Ende hier auch wieder mit einigen Überraschungen auf, die man so vermutlich nicht erwartet hätte. Zwar fallen diese nicht so schockierend aus, wie ich es bei Der Weg in die Schatten war, aber es hat gereicht, um mich auf den finalen Band der Trilogie absolut hungrig zu machen. Ein tolles Buch, toll geschrieben und spannend zu lesen, wenn man von den Anfängen einmal absieht. Für mich ist Weeks nach wie vor ein Überraschungshit!

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5 Gedanken zu “[BR] Brent Weeks – Am Rande der Schatten

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