[Review] Tomb Raider

Ich habe es geschafft! Nachdem mich tausend andere Spiele abgelenkt haben, bin ich endlich durch das tolle, nicht mehr ganz so neue Tomb Raider gekommen. Ich kenne nicht alle Teile der Reihe – eigentlich habe ich den allerersten gespielt und erinnere mich noch, wie lustig ich es fand, über den Butler in Laras Haus zu hüpfen und mir sein erschrockenes Uuuhuuu anzuhören (wie alt war ich da? 10?), dann habe ich Legends auf der PlayStation gezockt und schließlich war es für mich lange Zeit vorbei mit der akrobatischen Alleskönnerin (ich sag nur sich an ’nem Rand hochziehen und daraus mal fix einen Handstand machen … is‘ klar!!!). Tja, unglaubwürdige Sachen macht Lara zumindest in dem Ausmaß nicht mehr und auch ihre Statur hat sich in erfreulich realistischere Bahnen bewegt, wenngleich sie wohl noch immer die Männerherzen höher schlagen lässt.

Gleich zu Beginn wird man an eine verlassene Insel gespült und muss um das eigene Leben und das der überlebenden Schiffscrew kämpfen. Dabei geht das Spiel nicht gerade zimperlich mit der zarten Lara um und sobald man auch nur eine falsche Taste drückt, bohrt sich allerhand spitzes Allerlei auf möglichst blutige Weise in das Fleisch der Abenteuerin. Die Freigabe ab 18 ist dementsprechend auch gar nicht mal so weit daher geholt. Hat man zu Beginn nicht mehr als einen Bogen, sammelt man im Laufe des Spiels immer mehr an Waffen und Utensilien, um jene aufzurüsten. Dabei sind überall versteckte Plätze und Gräber, die neben der Haupthandlung auch ein bisschen das alte Rätselraten und … leider … auch das nervtötende Gehopse wieder zum Leben erwecken, was eingefleischte Fans aber sicherlich freuen wird.

Tatsächlich blieb auch der Bogen zusammen mit der Schrotflinte (*muahar*) eine meiner Lieblingswaffen und in Kombination mit lautlosem Anschleichen und einem noch geräuschloserem Ausschalten der fiesen Kultistenbewohner der Insel kam für mich wahrer Nervenkitzel auf.

Die Story ist diesbezüglich schnell erzählt, denn ein richtiges Tomb Raider wäre ja nichts ohne einen alten Kult und eine sagenumwobene Legende, die auf dieser Insel schon zahlreiche andere Ankömmlinge ins Verderben gelockt hat. Noch dazu haben es die geistig leicht angeknacksten Bewohner des Eilandes auf Laras Freundin Sam abgesehen, welche die Wiedergeburt einer alten Gottheit sein soll, und unsere Noch-nicht-ganz-Archäologin macht sich zu ihrer Rettung auf. Dabei ist der Alleingang der hübschen Brünetten wirklich spannend inszeniert und die eine oder andere Szene zehrte wirklich an meinen Nerven und ließ mich dann doch lieber wieder das Licht im Raum anknipsen. Angemessen eingesetzte Quicktime-Events und eine große Kreativität hinsichtlich der Missionen machen aus diesem Spiel ein wirkliches Abenteuer, das man unbedingt einmal gespielt haben sollte. Auch das Finale gefiel mir dabei außerordentlich gut, schon allein wegen der zukunftsweisenden Waffenwahl am Ende… 😉

Grafisch ist Tomb Raider auch außerordentlich toll anzuschauen, was in der neuesten Version für die PS4 noch besser herauskommen soll. Besonders bei Laras atemberaubenden Kletterpartien hat man einen tollen Blick in tiefe Täler und windumtoste Küstenlandschaften, was besonders schön zur Geltung kommt, wenn man einen 3D-fähigen Monitor hat. Dabei ist alles stets düster, blutig und rau, was mich dann auch für Laras zartes Synchronstimmchen (Nora Tschirner vertonte Lara für die deutsche Version) entschädigt hat.

Ein tolles Spiel und ein anderer, aber würdiger Nachfolger der Reihe.

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2 Gedanken zu “[Review] Tomb Raider

  1. Ich teile deine Meinung und gehe sogar so weit, das Nora Tshirner einen guten Job mit der deutschen Synchro von Lara macht. ^^

    Ich hatte jedenfalls auch viel Spaß mit dem Spiel, bis die Steam Cloud meinen Spielstand in den Mixer geworfen und ich in der Mitte des Spiels (nach dem Flugzeugabsturz) plötzlich ohne Erfahrungspunkte und ohne mühsam aufgerüstete Waffen da stand. 😦

    Naja, sobald mein neuner Rechner fertig ist, werde ich Lara noch mal in voller Grafik Pracht von 0 an genießen.

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