Monat: März 2014

[Review] Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Klappentext:

Lou & Will.

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

 

Inhalt:

Als Lou ihren Job in einem kleinen Café verliert, scheint ihre heile, kleine Welt unverrichteter Dinge auseinander zu brechen. Nicht nur sie ist auf Geld angewiesen, auch ihre ärmliche Familie ist von Lous Kündigung betroffen. Da bietet sich der außerordentlich gut bezahlte Job bei den Traynors geradezu an, bei denen Lou sich um den Tetraplegiker Will kümmern muss, der nach einem schweren Unfall nahezu vollständig gelähmt ist. Und Will ist beileibe kein einfacher Patient: Er ist zynisch, verbittert, zuweilen grausam und verschlossen. Und er will sterben.

 

Schreibstil:

Dies war das erste Buch, was ich von Jojo Moyes gelesen habe und ich muss sagen, dass mir ihr Schreibstil wirklich sehr gefällt. Es liest sich sehr flüssig und schnell, Beschreibungen sind treffend und bildhaft, aber nicht allzu blumig und die Autorin schafft es, dass man sich in jede der Figuren schnell hineinversetzen kann und mit ihnen leidet, ob man sie nun mag oder nicht. Die Dialoge sind dabei sehr unterhaltsam, angehaucht mit einer Prise schwarzem Humor, der mit viel Feingefühl immer ganz nah an traurigem Drama vorbei schrammt. Meist wird aus Jojos Sicht berichtet, oft gibt es aber auch kleine Einschübe von Wills Mutter oder seinem Krankenpfleger, was kleine Lücken in der Handlung schön schließt und eine erfreuliche Abwechslung in der Perspektive darstellt.

 

Meinung:

Aufgrund der abertausend positiven Rezensionen zu diesem Buch lieh ich es mir kurzerhand bei meiner Schwester aus und fing es im Zug an zu lesen. Es dauerte nicht sehr lange, bis sich mir die auffälligen Parallelen zum Film Ziemlich beste Freunde aufdrängten und abschließend kann ich sagen: Für mich ist das eine 1zu1-Kopie, nur eben mit einer Liebesgeschichte und ein bisschen mehr Dramatik anstelle des Humors. ABER: Es ist eine verdammt gute Kopie. Lou ist ein bisschen verloren und mit ihrem ausgefallenen Modegeschmack ein wahrer Paradiesvogel in ihrer Kleinstadt, zudem eine perfekte Identifikationsfigur für alle Ende 20, die selbst noch nicht so richtig wissen, wohin sie in ihrem Leben gehen wollen. Ihre langsame Annäherung an den griesgrämigen Will, der den Verlust seiner Bewegungsfreiheit nicht verkraftet, ist einfach nur herzerwärmend und wunderschön erzählt. Will war einst ein erfolgreicher Geschäftsmann, liebte Reisen, Sport und genoss das Leben in vollen Zügen. Umso schmerzhafter ist es für ihn, an den Rollstuhl gefesselt und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen zu sein, denn ab den Schultern kann er sich nicht bewegen. Lou macht es sich zur Aufgabe, Will wieder ein wenig Lebensfreude zu bescheren und ihm zu beweisen, dass sein Leben doch noch Freude und Glück enthält. Dabei kommt sie aber immer wieder in Situationen, in denen sie ihr eigenes Leben hinterfragen muss und so ist am Ende nicht mehr ganz klar, wer hier eigentlich wem zu einem besseren Leben verhilft.

Ich finde es sehr mutig von der Autorin, ein so sensibles Thema aufzugreifen, denn im Endeffekt geht es ja nicht nur um die alltäglichen Probleme und Hürden, mit denen sich behinderte Menschen herum schlagen müssen, sondern auch um das Thema Freitod. Hier flechtet Moyes ziemlich gekonnt die kontroversesten Meinungen zusammen und gibt dabei jedem Leser etwas zum Nachdenken und diskutieren, wenn er das Buch zuklappt. Auf einmal fallen einem all die kleinen Dinge im Alltag auf, die für Menschen im Rollstuhl ein riesiges Problem darstellen, beginnend von unasphaltierten Wegen, holprigen Schlaglöchern und Gebäuden ohne Fahrstuhl oder Rampen bis hin zu schweren Infektionskrankheiten und wunden Stellen, die ein Leben in absoluter Bewegungslosigkeit mit sich bringen. Die Autorin stellt dabei stets die brisante Frage, ob so ein Leben denn überhaupt lebenswert ist und ab wann der Mensch ein Recht darauf hat, diesem ein Ende zu setzen. Trotz der ganzen Gesellschaftskritik ist und bleibt Ein ganzes halbes Jahr dennoch eine reine Liebesgeschichte, die mich zumindest tief berührt hat, sodass ich das eine oder andere Tränchen heimlich in meinem Zugabteil vergossen habe. (Memo an mich: Traurige Bücher niemals nie auf dem Weg zur Arbeit lesen!) Für alle, die nichts gegen ein bisschen Kitsch haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, aber packt vorsichtshalber ein paar Taschentücher mehr ein.

Ein ganzes halbes Jahr soll demnächst auch verfilmt werden, was mich natürlich sehr freut. Die Produzentin der Twilight-Reihe, Karen Rosenfelt, hat sich diesem Stoff angenommen, was meiner Vorfreude dann schon wieder einen kleinen Dämpfer verpasste, aber dennoch bin ich sehr gespannt, wie diese schöne Geschichte filmisch umgesetzt werden wird.

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Ist doch nur Spaß!

Was man gegenüber einem treuen FC Bayern München Fan unterlassen sollte…

 

…ihm diesen Artikel unter die Nase halten und dabei boshaft lachen.

Es wird dann übrigens auch nicht besser, wenn man das grimmige Gesicht dann mit dem eigenen 12-Jahre-Ich vergleicht, zu dem der Papa meinte, die Backstreet Boys seien totale Scheiße!

*Gnihihihi*

[Review] Jennifer Fallon – Die Gezeitensternsaga 03: Der Palast der Verlorenen Träume

Klappentext:

Verraten und in die Sklaverei verkauft, muss die Herzogin Arkady ihren Stolz herunterschlucken, um zu überleben. Sie ahnt nicht, dass ihr Jugendfreund Declan Hawkes bereits auf der Suche nach ihr ist. Seine Reise führt Hawkes durch ganz Amyrantha bis zur gefrorenen Einöde von Jelidia. Unterwegs stößt er überraschend auf einen Verbündeten: den unsterblichen Prinzen Cayal. Dieser glaubt, endlich einen Weg gefunden zu haben, seinem Leben ein Ende zu setzen. Dazu muss er die mächtigsten Gezeitenherrscher vereinen und auch den wahnsinnigen Kentravyon aus seinem eisigen Schlaf erwecken. Kann Amyrantha eine solche Zusammenkunft überstehen, oder wird die ungezügelte Magie der Unsterblichen die Welt wieder einmal ins Chaos stürzen?

Inhalt:

Arkady wurde in die Sklaverei verkauft und sieht sich nun, gefangen auf einem Schiff, einer blutrünstigen und skrupellosen Mannschaft gegenüber, die sich nur zu gern noch ein wenig die lange Fahrt mit der gefallenen Fürstin versüßen würde. Ihre erhoffte Retterin, die Echsenfrau Tiji, hat in der Zeit ihre verschollen geglaubten Artgenossen gefunden und scheint ihre ehemaligen Besitzer mit jedem neuen Tag zu vergessen. Und wenn das nicht schon genug wäre, nimmt der Plan des Unsterblichen Cayal, sich endlich umzubringen, immer mehr greifbare Formen an, bringt aber auch mit den steigenden Gezeiten die Welt der Menschen immer mehr in die Gewalt der Gezeitenfürsten. Mehr und mehr spitzen die Intrigen sich zu hin zu einer großen Katastrophe, während die Macht der Unsterblichen stetig wächst…

Schreibstil.

Siehe meine Ausführungen zu den vorangegangenen Teilen. Hier oder hier. Was mir bei diesem Band allerdings negativ auffällt, ist die schlampige Übersetzung hinsichtlich des Buchtitels und dem passenden Begriff im Text. Der Palast der Verlorenen Träume wird in den Äußerungen der Protagonisten dann schnell zum Palast der Unmöglichen Träume, was ich ziemlich widersinnig finde und ich mir da ein wenig mehr Sorgfalt gewünscht hätte.

Meinung:

Die Saga rund um die unsterblichen Gezeitenfürsten, deren Macht mit der steigenden, kosmischen Flut wieder zum Leben erwacht, geht in die dritte Runde und bringt eine neue Vielzahl an ausgeklügelten Intrigen, fatalen Folgen und unvorhersehbaren Figurenentwicklungen. Ich mag hier besonders die Fülle an Ideen, die Authentizität, mit der Fallon jede Hofintrige bis ins kleinste Detail ausgearbeitet hat, sodass man einfach mitfiebern muss. Ich finde die Welt mit den Unsterblichen und der geheimen Bruderschaft des Tarot erfrischend anders und tauche liebend gern ein, wenn … ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Und dieses wenn liegt eindeutig an den Charakteren, allen voran Hauptprotagonistin Arkady. Als starke Frau vermag sie so einige Hürden in ihrem Leben zu meistern, was bei ihrer dramatischen Vergangenheit kein Wunder ist. Dennoch ist sie in einer Weise gefühlskalt und wankelmütig, was mich des öfteren einfach nur den Kopf schütteln ließ. Ihre Schicksalsschläge werden von der Autorin mehr oder minder mit einem Achselzucken abgetan, als wären sie einfach ein Teil von ihr, ohne dass es gewisse Empfindungen wert wären, dahingehend erwähnt zu werden. So stakst Arkady wie ein Roboter durch ihre Umgebung und nicht einmal die Aussicht auf einen grausamen Tod vermag sie lange in einen extremen Gemütszustand zu versetzen. Dies bezieht sich auch auf ihre Liebschaften, die sie einmal völlig entflammen, nur um im nächsten Moment wieder hinterfragt und als fixe Idee abgetan zu werden. Dies geschieht natürlich immer zum Wohl der Sache und die Autorin nimmt sich nicht genügend Zeit, in Arkadys Benehmen eine Begründung zu finden, die ihre Rationalität und ihre Gefühlskälte in gewisser Weise verständlich, vielleicht sogar sympathisch macht.

Also kurz: Ich kann Arkady einfach nicht ausstehen!

Dennoch vermögen es die Ränkespiele der Gezeitenfürsten mich derart in den Bann zu ziehen, dass ich die Reihe wirklich zu Ende lesen möchte und wissen will, ob Cayal es schließlich schaffen wird, seinem quälend langen Leben ein Ende zu setzen und ich kann es gar nicht erwarten, die Gezeitenfürsten beim Höchststand der kosmischen Flut in Aktion zu sehen.

Liebster-Blog-Award

Mitten in meinem Berufsstress kam ein Stöckchen genau an meinen verschlafenen Schädel angeflogen, besser gesagt: ich wurde – im Zuge einer Nominierung für einen der liebsten Blogs – von der Lunatic Any auserwählt, einige Fragen diesbezüglich  zu beantworten. Und tadaaa…hier sind sie!

1. Was ist deine verhassteste Tätigkeit?

Alles was mit putzen zu tun hat. Ich bin einfach viel zu chaotisch dafür. Ansonsten fahr ich nicht gern Rad und mag es auch nicht, wenn sich schwitzende, müffelnde Menschen neben mich in die Bahn setzen!

 
2. Was ist deine liebste Tätigkeit?

Ohje, viel zu viel. Lesen, diverse Kinogänge, zocken, kochen, backen, schreiben, tanzen und … ja … ich beschwer mich auch gern über Dinge, die mich aufregen und das auch gern mal über mehrere Stunden hinweg. Ich gestehe, ich liebe meckern!

 
3. Im Keller funktioniert das Licht nicht. Was nun?

Für so etwas gibt es die tolle Taschenlampen-App auf meinem Handy. Alleine da runtergehen würde ich trotzdem nicht. Entweder der Freund muss ran oder ich betrete das Ding einfach niemals wieder!

 
4. Dein/e eletronischen Geräte funktionieren nicht. Und jetzt?

Dann muss ich wohl von der Brücke springen! Nee, wenn SÄMTLICHE elektronischen Geräte ausfallen, wäre ich ziemlich im Eimer und würde vermutlich losrennen und mir den nächstbesten Elektriker oder wen auch immer suchen, der das gerade biegt, und wenn es meinen Erstgeborenen kosten würde!

 
5. Bett oder Sofa?

Öhm … beides.

 
6. Lieblingsklamottenladen?

Ich kaufe gern und viel bei Orsay ein, oder Collosseum. Ich achte sehr auf Trends und pflege einen Stil, der (so red ich mir das zumindest schön) zwischen elegant und schick liegt, ohne zu overdressed auszusehen (was vermutlich auch wieder der eine oder andere anders sieht und es tussig findet). Und dafür finde ich in diesen Läden IMMER was.

 
7. Tag- oder nachtaktiv (ich neige irgendwie ständig dazu ‘nackt’ statt ‘nacht’ zu schreiben, muss da voll vorsichtig sein)?

So geht es mir auch, wenn ich von einer Nachtszene spreche. Ich muss da immer an N-a-c-k-t-Szene denken 😀 Ich bin eindeutig ein tagaktiver Mensch und stehe gern früh auf. Ich mag die Ruhe am Morgen, frühstücke gern ausgiebig und genieße es, wenn ich danach noch den Tag vor mir habe. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ich bis nachts am PC sitze, dann schlafe ich natürlich auch mal bis mittags. Prinzipiell bin ich aber bei Tageslicht und in den Morgen- bis Mittagsstunden am produktivsten.

 
8. Verrückteste durchgeführte Idee?

Ich fühle mich grade wirklich langweilig, wenn ich über diese Frage nachdenke, weil so viel verrücktes habe ich nie gemacht, ob nüchtern oder angeheitert (Zumindest letzteres behalte ich für mich 😀 ). An und für sich empfinde ich meinen bisherigen Lebensweg, als das Verrückteste, was mir bisher widerfahren ist.

 
9. Du hast die Fähigkeit, dich in ein Tier zu verwandeln. In welches?

Dann wäre ich wohl ein Greif.

 
10. Welche/r Superheld/in ist dein Liebling?

Bei den Frauen eindeutig Catwoman. Keine Frau hat in Lederklamotten so viel Stil! Da mag ich die Darstellung von Anne Hathaway sehr gern, aber Michelle Pfeiffer hat es meines Erachtens in diesem Kostüm einfach drauf! Bei den Männern Iron Man, weil ich den Humor Tony Starks (und Robert Downey Jr.)  absolut göttlich finde.

 
11. Buch, Ebook, Hörbuch oder nichts von alldem?

Ich habe mich schon öfters an Ebooks versucht, finde die Atmosphäre beim Lesen aber irgendwie kalt und ungemütlich, ich kann es nicht genau erklären. Ich muss ein Buch fühlen, riechen, es im Regal stehen haben … erst dann entsteht bei mir richtige Lesefreude. Die letzte Option fällt bei mir weg, weil Bücher mein Sauerstoff sind! 🙂

Eigentlich müsste ich mir jetzt auch Fragen ausdenken und andere Blogger unter 200 Abonnenten nominieren, aber ich bin dafür derzeit einfach zu faul angesichts meines Arbeitspensums und meine wirklichen Lieblingslogs haben alle mehr Leser. Daher dürfen sich alle nominiert fühlen, die hier mitlesen und immer liebe Kommentare hinterlassen! 🙂

Neuzugänge März ’14

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Die Dame des Hauses freut sich auf diesem Bild mindestens ebenso viel wie ich! Meine Bücherbestellung ist endlich da und liefert mir hoffentlich viele Stunden fern vom Berufsalltag. Mit Kristin Cashore will ich eine neue Reihe anfangen und werde hoffentlich nicht enttäuscht – zumindest klang das Thema sehr interessant. Von John Greens Werk schwärmt ausnahmslos jeder, deswegen musste es mit und ich bin schon sehr sehr gespannt, zumal die Verfilmung ja nicht mehr fern ist. Jenseits der Schatten von Brent Weeks ist der Abschluss der Nachtengel-Trilogie, die ich bisher wirklich sehr mochte. Ich bin schon ganz fiebrig, wie die Geschichte vom Meuchelmörder Kylar enden soll. Zudem hat mir eine nette Kollegin Rico, Oskar und das Herzgebreche geliehen – der Nachfolger von Andreas Steinhöfels Rico, Oskar und die Tieferschatten: Ein wunder-wunder-wundervolles Buch für kleine Leser, aber auch für Erwachsene, die gern einmal herzhaft lachen wollen. Und von N.K. Jemisins Reihe rund um Götter und die Intrigenstadt Elysium bin ich ja nach wie vor beeindruckt, ist es doch anders als alles, was ich bisher so gelesen habe. Hier gehts zu den Klappentexten:

Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und das Herzgebreche

Für jemanden, der tiefbegabt ist, ist ein Tagebuch die Erfindung des Jahrhunderts. Rico schreibt also weiter! Und natürlich taucht sein Freund Oskar auch wieder mit auf. Eigentlich gehört er fast schon zur Familie, also zu Rico und Mama in die Dieffe 93. Aber Mama steckt tief in der Patsche – und Rico und Oskar ahnen nicht, was sie anrichten, als sie ihr zu helfen versuchen.

Mann, Mann, Mann! Hamster mit Mörderzähnen, ein Steinestall und jede Menge Herzgebreche – Rico und Oskar müssen sich diesmal mehr als nur einem neuen Kriminalfall stellen. Aber so ist nun mal das Leben. Oder, wie Rico seit Neuestem zu sagen pflegt: Sellawie!

Brent Weeks: Jenseits der Schatten

In den Schatten wird sich dein Schicksal erfüllen!

Eigentlich hat Kylar Stern der verhassten Kunst des Tötens für immer abgeschworen – bis er erkannte, dass sein mörderisches Talent das Einzige ist, was all jene, die er liebt, vor dem Untergang bewahren könnte. Allerdings ahnt der ehemalige Gassenjunge, dass er diesen letzten Auftrag wohl nicht zu Ende bringen kann. Denn die Ermordung einer Göttin übersteigt selbst die Fähigkeiten des besten Assassinen der Welt. Doch tief in seinem Herzen wusste Kylar schon immer, dass sich sein Schicksal in den Schatten erfüllen würde…

N.K. Jemisin: Die Gefährtin des Lichts

Wenn das Licht der Götter erlischt…

Die junge Straßenkünstlerin Oree ist blind, doch es ist ihr gegeben, Magie zu sehen. Daher ist auch sie es, die in einer Seitenstraße Elysiums die Leiche eines Gottkindes entdeckt. Dabei sind Götter doch unsterblich! Bevor sie sich versieht, steckt Oree mitten in einer Verschwörung von schrecklichem Ausmaß. Und ausgerechnet Oree ist der Schlüssel zum Erfolg der Verschwörer…

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Noch nie wurde so tiefgründig und zugleich komisch, hoch emotional, aber niemals rührselig über Krankheit, Liebe und Tod geschrieben.

Kristin Cashore: Die Beschenkte

Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist – sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens.

Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen.

Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, bis über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten – und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.

[Abgebrochen] Robin Hobb – Die Stunde des Abtrünnigen

 

Mal wieder ist ein abgebrochener Roman in meiner Liste gelandet, und diesmal trifft es den dritten und letzten Band der Nevare-Reihe von Robin Hobb: Die Stunde des Abtrünnigen. Hätte ich derzeit nicht so wahnsinnig viel um die Ohren, hätte ich mich vermutlich durchgequält, aber derzeit brauche ich einfach Bücher, die mich fesseln und die ich wirklich richtig gut finde, damit das Lesen nicht gleich in zusätzliche Arbeit ausartet. Und so musste ich das Buch nach fast 200 Seiten weglegen. Wieso ist das so?

  1. Der Hauptcharakter ist mir vollkommen unsympathisch. Ich kann an Nevare einfach nichts finden. Dies hat mittlerweile nicht mal mehr etwas damit zu tun, dass er durch den Fluch der Fleck ein unansehnlicher, schwerst übergewichtiger Mensch geworden ist, er ist auch noch charakterlich in meinen Augen einfach ziemlich feige und jammert die meiste Zeit innerlich über seine innere Zerissenheit, sein ungerechtes Leben und so weiter – wenn er nicht gerade isst.
  2. Ich mag diesen ökologischen Zeigefinger in der Reihe gar nicht. Abgeholzte Wälder, geschändete Natur, vertriebene Waldbewohner … solche Themen kann Sapkowski viel besser verpacken.
  3. Nicht nur Nevare ist mir unsympathisch, auch die Nebenfiguren reizen mich nicht wirklich und können bei mir nicht wirklich Sympathie wecken.

Ich hatte alles in allem auf eine schöne Fantasyreihe von Hobb gehofft, da ich ihre Weitseher-Saga phänomenal fand, hier wurde ich leider sehr enttäuscht.