Monat: April 2014

Geerntete Lorbeeren

Und schon wieder wurde ich mit einem neuen Blog-Award geehrt, diesmal von Milan – herzlichen Dank dafür 🙂 Aufgabe ist, wie so oft, eine Reihe von Fragen zu beantworten, sich neue auszudenken und diese dann an weitere Blogs zu versenden. Und wie immer beantworte ich diese Fragen im Zuge chronischer Langeweile recht gern, bin aber für das Weiterreichen zu faul!

 

 

1. Simpsons oder Family Guy?

Ganz klar: Die Simpsons … die habe ich schon geschaut, als ich noch viel zu klein war, den Humor zu verstehen. Dementsprechend wurde die Liebe von Jahr zu Jahr größer, auch wenn die neuesten Folgen leider viel an Charme eingebüßt haben.

 
2. Wenn du Simpsons gewählt hast, echt jetzt?

Ja, Mann! 😉

 
3. Wenn eine Bedrohung im Begriff wäre die Welt oder Menschheit zu vernichten, auf welche Bedrohung hättest du am meisten Bock?

Wie man jetzt auf eine menschheitsgefährdende Bedrohung „Bock haben“ kann, sei mal dahin gestellt, aber ich wenn schon irgendwas passieren muss, dann mit Drachen bitteschön.

 
4. Nenne einen Gegenstand und einen Plan diese Bedrohung zu überleben.

Ich werde Herrin der Drachen und benutze die, um die eigentlichen Ränkeschmiede mit einem überdurchschnittlichen Celsiuswert in ihre Schranken zu verweisen. 😉

 
5. Lieblings Scifi Franchise und wieso?

Puuuh…schwierig…ich weiß, ich werde jetzt gesteinigt, aber ich könnt da nicht zwischen Star Wars und Star Trek wählen. Ich kann auf beide nicht verzichten.

 
6. Wenn du könntest, welches vergangene oder eventuell zukünftige historische Ereignis würdest du miterleben wollen?

Fragte er eine ehemalige Geschichtsstudentin *lach* … eieiei, wo fange ich da an?! Ich wäre gern mit Caesar marschiert, hätte mit Hannibal die Alpen bezwungen, ich wäre ein fahrender Kreuzritter, die Bastille stürmender Revolutionär und dann wieder mittendrin in der Varusschlacht…bis dahin kann ich dann hoffentlich auch Blut sehen, ohne umzukippen…

 
7. Wie würdest du versuchen den Ausgang dieses Ereignisses zu verändern?

Na ja … zumindest Caesar würde ich mal bezüglich seines sozialen Umfeldes eingehend beraten…

 
8. In welcher fiktiven Welt würdest du am liebsten leben?

In den Vergessenen Reichen. Ich liebe diese Welt und von mir aus könnte jedes Spiel, jedes Buch, jeder Film darin angesiedelt sein.

 
9. Emotionalster Moment in einem Film oder einer Serie?

Für einen emotionalen Menschen wie mich gibt es da eine Menge Auswahl. Rotz und Wasser heule ich z.B. bei „Wie ein einziger Tag“ oder wenn in einem Film Tiere sterben. Ist echt so.

 
10. Welche fiktive oder nicht fiktive Person idolisierst du?

Gerald von Riva.

 
11. Mit einem eventuellen Augenmerk auf Superkräfte, mit welcher fiktiven Figur würdest du tauschen, wenn du könntest?

Wahrscheinlich Catwoman. Oder Mystique aus den X-Men-Filmen.

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[Review] Brandon Sanderson – Kinder des Nebels

Kinder des Nebels von Brandon Sanderson

Klappentext:

 Seit über eintausend Jahren ist die Welt von Asche bedeckt. Seit über eintausend Jahren herrscht der unsterbliche Lord Ruler und versklavt das Volk der Skaa. Die Hoffnung scheint längst verloren, bis eines Tages ein junger Mann mächtige Fähigkeiten entwickelt und eine Schar von Rebellen versammelt. Sein Plan: Er will sie ebenfalls die Kontrolle über die magischen Kräfte lehren – und den allmächtigen Lord Ruler stürzen …

Inhalt:

Kelsier ist der einzige Überlebende fürchterlicher Gruben, die der Oberste Herrscher als Höchststrafe für untreue Skaa einrichtete. Als mächtiger Magier will er sich nun an dem Unterdrücker rächen und sammelt eine Schar Aufständischer um sich, darunter Gossendiebin und magisches Naturtalent Vi, mit der er das Regime des Herrschers stürzen und die Welt von der Sklaverei befreien will. Doch für seinen Plan braucht es mehr als nur eine Armee…

Schreibstil:

Brandon Sanderson hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, sehr bildhaft, sodass die Figuren vor dem inneren Auge zum Leben erweckt werden. Seine Dialoge wirken keineswegs künstlich und während aus dem Blickwinkel der jungen Vi berichtet wird, wird dem Leser sehr beeindruckend ihre innere Zerrissenheit und ihr Misstrauen verdeutlicht. Jeder der Charaktere wächst einem im Laufe der Handlung ans Herz, was auch durch Sandersons großartige Charakterisierung bewerkstelligt wird, die die Charaktere glaubwürdig rüber bringt.

Meinung:

Zuallererst sollte ich auf das Magiesystem eingehen, denn das ist in dieser Reihe wirklich anders als alles, was ich bisher kannte. Bei Sanderson beziehen die Figuren ihre besonderen Kräfte aus Metallen, die sie schlucken müssen. Während sie diese Metalle in ihrem Inneren dann „verbrennen“, können sie deren spezifische Eigenschaften hervorrufen, was manchmal etwas kompliziert und unübersichtlich ist, denn Sanderson bezieht sich nicht nur auf Metalle an sich, sondern auch auf deren Legierungen. Dennoch ist das System voll und ganz stimmig und fügt sich so gut in die Geschichte ein, dass es irgendwann völlig normal erscheint, mit herumfliegenden Münzen eine verheerende Waffe erzeugen zu können.

Daneben überzeugte mich die Tiefe der Charaktere auf ganzer Linie. Die Wandlung von Vi vom verschreckten Wiesel zur fähigen Kämpferin ist durchaus glaubwürdig erzählt und Kelsier als ihr Mentor ist keineswegs unfehlbar und man zweifelt beim Lesen nicht nur einmal, ob ihm seine Aufgabe nicht irgendwann völlig zu Kopf steigen wird. Die graue, triste Welt, in der die Skaa leben, ist dabei geprägt von andauerndem Ascheregen, durch den jegliche Farbenvielfalt und blühende Vegetation verschwunden ist. Wie die Menschheit es trotz allem geschafft hat, zu überleben, verschweigt der Autor zwar, dennoch wird die Welt trotz dieses kleinen Makels nicht unglaubwürdig. Die Geschichte wird spannend und mit vielen überraschenden Wendungen erzählt, die mich ein bisschen an Weeks‘ Nachtengel-Trilogie erinnert haben. Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch gegangen, da ich von Sanderson bisher nichts gelesen habe, wurde aber wieder einmal positiv überrascht, weswegen die restlichen Bände wohl sehr bald bei mir im Regal landen werden!