[Review] Brandon Sanderson – Kinder des Nebels

Kinder des Nebels von Brandon Sanderson

Klappentext:

 Seit über eintausend Jahren ist die Welt von Asche bedeckt. Seit über eintausend Jahren herrscht der unsterbliche Lord Ruler und versklavt das Volk der Skaa. Die Hoffnung scheint längst verloren, bis eines Tages ein junger Mann mächtige Fähigkeiten entwickelt und eine Schar von Rebellen versammelt. Sein Plan: Er will sie ebenfalls die Kontrolle über die magischen Kräfte lehren – und den allmächtigen Lord Ruler stürzen …

Inhalt:

Kelsier ist der einzige Überlebende fürchterlicher Gruben, die der Oberste Herrscher als Höchststrafe für untreue Skaa einrichtete. Als mächtiger Magier will er sich nun an dem Unterdrücker rächen und sammelt eine Schar Aufständischer um sich, darunter Gossendiebin und magisches Naturtalent Vi, mit der er das Regime des Herrschers stürzen und die Welt von der Sklaverei befreien will. Doch für seinen Plan braucht es mehr als nur eine Armee…

Schreibstil:

Brandon Sanderson hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, sehr bildhaft, sodass die Figuren vor dem inneren Auge zum Leben erweckt werden. Seine Dialoge wirken keineswegs künstlich und während aus dem Blickwinkel der jungen Vi berichtet wird, wird dem Leser sehr beeindruckend ihre innere Zerrissenheit und ihr Misstrauen verdeutlicht. Jeder der Charaktere wächst einem im Laufe der Handlung ans Herz, was auch durch Sandersons großartige Charakterisierung bewerkstelligt wird, die die Charaktere glaubwürdig rüber bringt.

Meinung:

Zuallererst sollte ich auf das Magiesystem eingehen, denn das ist in dieser Reihe wirklich anders als alles, was ich bisher kannte. Bei Sanderson beziehen die Figuren ihre besonderen Kräfte aus Metallen, die sie schlucken müssen. Während sie diese Metalle in ihrem Inneren dann „verbrennen“, können sie deren spezifische Eigenschaften hervorrufen, was manchmal etwas kompliziert und unübersichtlich ist, denn Sanderson bezieht sich nicht nur auf Metalle an sich, sondern auch auf deren Legierungen. Dennoch ist das System voll und ganz stimmig und fügt sich so gut in die Geschichte ein, dass es irgendwann völlig normal erscheint, mit herumfliegenden Münzen eine verheerende Waffe erzeugen zu können.

Daneben überzeugte mich die Tiefe der Charaktere auf ganzer Linie. Die Wandlung von Vi vom verschreckten Wiesel zur fähigen Kämpferin ist durchaus glaubwürdig erzählt und Kelsier als ihr Mentor ist keineswegs unfehlbar und man zweifelt beim Lesen nicht nur einmal, ob ihm seine Aufgabe nicht irgendwann völlig zu Kopf steigen wird. Die graue, triste Welt, in der die Skaa leben, ist dabei geprägt von andauerndem Ascheregen, durch den jegliche Farbenvielfalt und blühende Vegetation verschwunden ist. Wie die Menschheit es trotz allem geschafft hat, zu überleben, verschweigt der Autor zwar, dennoch wird die Welt trotz dieses kleinen Makels nicht unglaubwürdig. Die Geschichte wird spannend und mit vielen überraschenden Wendungen erzählt, die mich ein bisschen an Weeks‘ Nachtengel-Trilogie erinnert haben. Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch gegangen, da ich von Sanderson bisher nichts gelesen habe, wurde aber wieder einmal positiv überrascht, weswegen die restlichen Bände wohl sehr bald bei mir im Regal landen werden!

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2 Gedanken zu “[Review] Brandon Sanderson – Kinder des Nebels

  1. Und schon wieder ein Buch, das dir gefällt und mir gefällt 😉
    Ich hab jetzt übrigens den ersten Teil von Sandersons Stormlight Archive Reihe gelesen und bin mehr als begeistert!

    Gefällt mir

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