Monat: August 2014

Ice Bucket Challenge: Gruppenzwang für den guten Zweck

Man sieht sie derzeit überall und es gibt kaum jemanden auf diesem Planeten, der davon nicht in irgendeiner Form betroffen ist. In Form einer Spendenaktion für die Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) wurde die Ice Bucket Challenge ins Leben gerufen. Sinn und Zweck der Sache: Eiskübel über den Schädel kippen oder Geld her. Wer also nicht spendet, gießt sich das eisige Nass hyperventilierend und für alle sichtbar auf Youtube über den Körper und nominiert andere, die das innerhalb von 24 Stunden selbst tun müssen … es sei denn, sie spenden Geld für einen guten Zweck. Stars, wie Robert Downey Jr., Tom Hanks oder Will Smith lassen es sich nicht nehmen, da mitzumachen, und vermutlich findet sich auch auf eurer Facebook-Timeline der eine oder andere Freund, der sich ebenfalls unter den Kübel gestellt hat. Mittlerweile ist es nämlich so, dass jeder Gefallen an dieser Aktion gefunden hat und sich das Eis so oder so übergießen lässt, obgleich ohnehin gespendet wird. Und wehe dem, der innerhalb der vierundzwanig Stunden nicht mitmacht. Der wird dann nämlich schnell ins Kreuzfeuer der Klatschpresse genommen, warum er denn nun nicht dabei ist oder auf die Nominierung nicht reagiert hat und ganz bestimmt hat das tiefer gehende, zwischenmenschliche Gründe, die es zu erörtern gilt. Für mich ist dies im Internet ganz lustig anzuschauen, denn – mal ehrlich – hierbei geht es ja in erster Linie um die blanke Schadenfreude, wenn man bekannte Stars oder solche, die es mittels dieser Aktion wieder gern wären, schnappend und japsend unter gefühlten -100Grad verschwinden sieht. Mir war anfangs gar nicht bewusst, dass es dabei um einen guten Zweck geht, und ich wage zu behaupten, dass dies bei den meisten auch nicht der Fall war.

Nun stellt sich mir die Frage: Ist diese Geschichte wirklich geeignet dafür, für diese Nervenkrankheit zu sensibilisieren? Vermutlich geht es den meisten ähnlich wie mir, die zwar das Thema in die virtuelle Suchmaschine geworfen haben, um endlich mal zu wissen, was ALS ausgeschrieben heißt, aber – sobald die Aktion wieder im Sande verlaufen ist – das auch ganz schnell wieder vergessen haben werden. Man hatte ein bisschen Spaß, hat ein bisschen gelacht, und klickt dann wieder weg. Und weil es jetzt ja wirklich JEDER macht, nervt es auch ein klitzekleines bisschen. Frei nach dem Motto: Ach, schon wieder ein nasser, berühmter Mensch. Augenrollen. Seufzen.

Doch wahrscheinlich gibt es auch die andere, die sinnvolle Seite, nämlich, dass hier auf diesem Wege wirklich Geld zusammen kommt, wo vorher niemand der ganzen Materie Beachtung geschenkt hätte. Dass viele dieses Geld nur aus reinem Gruppenzwang und nach außen demonstriertem Gutmenschentum spenden, psssst, das wäre ja zynisch, sowas zu behaupten. Aber Tatsache ist, es wird gespendet, und allein dafür sollte man so einer Aktion auch dankbar sein, selbst wenn bei manchen doch der Hauch der Scheinheiligkeit durch den Bildschirm weht.

Deswegen kann ich es auch nur bewundern, wie Patrick Stewart diese ganze Angelegenheit gelöst hat. Der Mann hat einfach Stil.

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[Kurzreviews] Urlaubslektüre

So schnell wie die Urlaubszeit kam, so schnell ist sie auch schon wieder vorbei. In meinem Urlaub steht meist vordergründig die Entspannung, weswegen es diesmal ganze 5 Bücher mit in den Koffer geschafft haben, die allerdings auch etwas dünner als meine eigentlichen Schätze waren. Einige waren wie zu erwarten eine tolle Leseerfahrung, andere gestalteten sich etwas zäh.

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Zuerst beendet hatte ich von N. K. Jemisin Die Rivalin der Götter, den letzten Band der Trilogie rund um Götter, Gottkinder und Menschen. Diesmal ging es nicht um eine weibliche Protagonistin, sondern um das Gottkind Si’eh, den man ja schon aus den anderen Vorgängern kannte. Si’eh lernt die beiden Arameri-Kinder Shahar und Dekarta kennen und schließt mit ihnen Freundschaft, die bis in das Erwachsenenalter der Kinder hinein dauert. Doch plötzlich wird Si’eh von einer unbekannten Macht zu Sterblichkeit verflucht, die auch noch rasend schnell voran schreitet und aus dem Gott der Kinder wird nach und nach ein Erwachsener, der zunehmend in die Intrigen Elysiums mit hinein gezogen wird, in die seine beiden Schützlinge verwickelt sind. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern war dieser Teil aber der schlechteste. Die Verwicklungen waren irgendwann etwas zäh und Si’eh als Charakter war für mich einfach nicht sympathisch genug. Mit Shahar bin ich noch ein wenig warm geworden, aber Dekarta blieb mir immer fremd. Der Stil von Jemisin ist nach wie vor sehr erfrischend, sehr anders und auch ihre Figurenkonstellationen haben absolut gar nichts von den gängigen 0815-Liebeleien. Das ist für den einen oder anderen anfangs vielleicht befremdlich, aber wer sich darauf einlässt, bekommt dadurch ein ganz eigenes, faszinierendes Leseerlebnis.

 

Anschließend kam Juli Zeh’s Corpus Delicti dran. Puuh, davon weiß ich nicht wirklich, was ich denken soll. Einerseits finde ich die Thematik sehr interessant, aber der moralische Zeigefinger war mir an manchen Stellen dann doch zu prägnant. Moralische Botschaften zum Nachdenken – bitte! – aber dann lieber subtil, damit ich mir nicht wie in einer Predigt vorkomme. Maria Holl, die Hauptfigur, lebt hier in einer Gesellschaft, in der alle Krankheiten ausgemerzt werden konnten, und das durch blanke Kontrolle. Die Gesellschaft ist komplett transparent, alle vermeintlich schädlichen Bereiche des Lebens wurden verboten, Keime und Bakterien gibt es praktisch nicht mehr. Als Marias Bruder sich im Gefängnis selbst erhängt, erkennt Mia mehr und mehr die Sinnlosigkeit dieses farblosen, tristen Lebens und sucht verzweifelt eine Möglichkeit, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen und einen Ausweg aus diesem durchweg kontrollierten Leben zu finden. Das Buch liest sich flüssig und schnell, hält die Charaktere aber die ganze Zeit auf Distanz und schafft es, zumindest bei mir, nicht, dass man ernsthaft an dem Geschehen Anteil nimmt. Dennoch ist das Thema interessant aufbereitet und sollte selbst den oberflächlichsten Leser ein wenig nachdenklich machen.

 

Nach diesem bitterernsten Thema hatte ich das starke Bedürfnis nach ein wenig seichtem Stoff für die Seele und da lag ich bisher bei Jojo Moyes genau richtig. Weit weg und ganz nah erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Jess, die ihrer hochbegabten Tochter ein besseres Leben ermöglichen will und schließlich aus lauter Verzweiflung ihren Arbeitgeber, den IT-Fachmann Ed, bestiehlt, um der kleinen Tochter Tanzie den Gang auf eine teure Privatschule zu ermöglichen. Ed hat dabei selbst eigene, schwerwiegende Probleme mit seiner Firma und durch die Aneinanderreihung seltsamer Zufälle landet Jess mit ihrer kleinen armen Familie in seinem Auto auf dem Weg zu einer Aufnahmeprüfung für Tanzie, die alles verändern könnte. Moyes‘ Bücher mögen bisher für viele ein wenig an Rosamunde-Pilcher-Schmalz anmuten, für mich sind sie aber die perfekte Entspannung, wenn es mal wieder ganz stressig im Alltag zugeht. Hier kann ich lachen, heulen, alles auf einmal und wie auch bei Ein ganzes halbes Jahr und Eine Handvoll Worte war dieses Buch wieder viel zu schnell zuende gelesen. Dass der Titel diesmal komplett schwachsinnig ausgefallen ist, darüber sehen wir an dieser Stelle wohlwollend hinweg.

 

Nicht ganz so tränenreich, aber doch herzerwärmend ging es in Wolfgang Herrndorfs Tschick zu. Tschick ist der neue, russischstämmige Schüler der Klasse, in der auch Maik Klingenberg ein eher unscheinbares, unglücklich verliebtes Dasein fristet. Als Maiks Mutter wieder einmal in die Enzugsklinik muss und sein Vater in den Ferien mit seiner Assistentin „auf Geschäftsreise“ fährt, steht plötzlich Tschick, also eigentlich Andrej Tschichatschow, vor seiner Haustür. Schon bald beschließen die beiden Achtklässler, dass es an der Zeit ist, dem Leben ein wenig mehr Pfeffer zu verleihen und in einem geklauten Lada beginnt ein abenteuerlicher Roadtrip in Richtung der Walachei, wo angeblich Tschicks Verwandtschaft lebt. Dabei begegnen die beiden allerhand seltsamen, liebenswürdigen und unheimlichen Persönlichkeiten, lernen etwas über sich selbst und darüber, wie man durch Kenntnisse aus Klasse 6 Benzin aus einem fremden Tank klauen kann. Mir waren manche Passagen etwas zu langatmig und so ganz kann ich den ganzen Hype um dieses Buch nicht verstehen, im Großen und Ganzen war es aber doch eine nette kleine Sommerlektüre.

 

Und zuletzt kam dann schließlich in den letzten Urlaubstagen Die Drachenkämpferin von Licia Troisi an die Reihe. Hier geht es um die junge Nihal, die bei ihrem Vater aufwächst und sich nichts sehnlicher wünscht, als einmal eine berühmte Kriegerin zu werden. Gleichzeitig wird die Aufgetauchte Welt von dem finsteren Tyrannen bedroht, der alles daran setzt, auch dieses Reich unter seiner Terrorherrschaft einzuverleiben. Nihal, die davon träumt, auf einem Drachen als eine der sagenumwobenen Drachenritter in den Kampf zu ziehen, muss nun um ihre Heimat kämpfen. Klingt erst einmal nach feinster 0815-Fantasy, die ja und für sich nicht schlecht sein muss, aber der Schreibstil der italienischen Autorin war mir irgendwann einfach zuwider. Ich kann es nicht einmal beschreiben, wieso ich diesen Stil nicht mochte und ich habe mal wieder die vage Vermutung, dass hier bei der Übersetzung geschlampt wurde, aber die Sätze sind schlichtweg plump aneinander gereiht. Nihal ist für mich nur eine launische, nörgelnde Göre und in einem Affentempo wird ein unglaubwürdiges Ereignis an das nächste gereiht. Vielleicht bessert sich das ja in den Folgebänden, immerhin ist dies Troisis Debutroman, aber bisher hatte ich keine Muße, das Buch zu beenden.

 

Somit habe ich leider wieder nicht alle Bücher geschafft, was mich irgendwie geärgert hat, aber immerhin war dieses Mal doch eine abwechslungsreiche Auswahl dabei. Leider stinkt darin die Fantasy ganz schön ab, doch ich denke, meine nächsten Bücher werden das gleich wieder raus reißen.

 

 

Wing Commander 3: Heart of the Tiger kostenlos bei Origin

Eben gelesen: Bei der Plattform Origin bekommt ihr derzeit den Weltraumklassiker Wing Commander 3 kostenlos – leider nur mit deutschen Untertiteln. Dies war für mich aber kein Hindernis, sofort zuzuschlagen, immerhin war Wing Commander 3 mein Erstkontakt mit dem PC. Damals konnte ich kaum lesen, geschweige denn einen PC bedienen, aber „WC3“ konnt ich bei DOS immerhin eingeben, um das Spiel zum Starten zu bekommen. 😉

 

Hach, da werden Erinnerungen wach!

 

[Review] Jennifer Fallon: Die Gezeitensternsaga 4: Der Kristall des Chaos

 

Guter Abschluss der Reihe mit kleinen Schwächen…

 

Klappentext:

Die Gezeitenherrscher haben sich in Jelidia versammelt, um ein Tor zu einer anderen Welt zu öffnen. Dazu müssen sie jedoch zunächst den Chaoskristall finden, der sie nach Amyrantha gebracht hat. Ihre Suche führt sie nach Glaeba, wo die Herzogin Arkady von dem Unsterblichen Jaxyn gefangen gehalten wird. Kurz darauf gelingt Arkady die Flucht, und auch die Herzogin begibt sich auf die Suche nach dem magischen Kristall. Mit seiner Hilfe hofft der Unsterbliche Prinz Cayal, seinem Leben endlich ein Ende setzen zu können. Doch noch weiß niemand, wohin das geheimnisvolle Tor zwischen den Welten führen wird…

 

Inhalt:

Im vierten und letzten Teil der Reihe steht nicht mehr direkt Arkady im Mittelpunkt, sondern das Schicksal der Gezeitenfürsten allgemein. Lukys ist auf der Suche nach dem sagenumwobenen Kristall des Chaos, der es Cayal nicht nur ermöglichen soll, sich endlich umzubringen, sondern auch den Gezeitenfürsten, in eine neue Welt überzusiedeln – immerhin sind Abermillionen Jahre in Jelidien nun langsam auch mal genug. Arkady ist dabei wieder hin und hergerissen zwischen dem Unsterblichen Prinzen Cayal und ihrem Jugendfreund Declan Hawkes, die zwischen einem wackligen Bündnis und schwelender Rivalität hin und her schwanken.

 

Schreibstil:

Wie gewohnt schreibt Fallon sehr flüssig, anschaulich, ohne aber zu blumig zu werden, wie es beispielsweise Lynn Raven gern tut. Mir gefällt, wie sie die Dialoge aufbaut, wie sie die Gedanken und Gefühle der Figuren darstellt und die ganzen Intrigen so logisch zusammenspinnt, dass man nicht den Faden verliert und bei der Stange bleiben kann. Die unpassenden modernen Begriffe, die mir im ersten Teil so negativ aufstießen, sind hier im Abschluss glücklicherweise vollkommen verschwunden, und insgesamt passt sich der Stil schön der Thematik an.

 

Meinung:

Also, ich mag Arkady ja noch immer nicht. Auch im letzten Teil bleibt sie für mich ein gefühlskaltes, berechnendes Miststück, aber vermutlich hat Fallon das ja genau so beabsichtigt. Positiv war hier, dass sie diesmal eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat, denn im Abschluss der Tetralogie ging es vermehrt um das Vorhaben der Gezeitenfürsten, sowohl die absolute Macht an sich zu reißen als auch einen Fluchtweg aus Amyrantha zu finden. Manchmal hat mir angesichts des Kampfes der Fürsten, die dabei ganze Heere der eigens gezüchteten Tiermenschen aufeinander hetzen, die epische Dramatik gefehlt, da geht mir die Autorin nicht genug in die Tiefe, sodass man emotional richtig vom Schicksal der Krasii gepackt wird, die ja so gesehen die Verlierer der ganzen Sache sind. Das Geplänkel der gottgleichen Gezeitenfürsten war dahingegen sehr unterhaltsam und spannend zu lesen, da man hier endlich einmal das Ausmaß ihrer Macht kennenlernen konnte. Viele dieser Gruppierung hatten ihre ganz eigenen, nachvollziehbaren Beweggründe und sind sogar zuletzt fast sympathisch erschienen.

Das sehnlichst erwartete Finale kam für viele sicherlich überraschend und auch ich schwankte zwischen Anerkennung und Frust. Fallon geht hier einen völlig anderen Weg und lässt einige Handlungsstränge schlicht und einfach offen, sodass man das Schicksal vieler liebgewonnenener Charaktere nur vermuten kann. Das finde ich persönlich sehr schade und auch ziemlich enttäuschend, wenngleich die Idee natürlich ungeheuer originell ist.

Insgesamt ist die Gezeitensternsaga für mich eine willkommene, innovative Fantasyreihe einer talentierten Autorin, die es aber leider nicht geschafft hat, dass mir die Figuren richtig ans Herz gewachsen sind. Insbesondere die Hauptfigur ist meines Erachtens so unsympathisch, dass es lediglich der komplexen und einfallsreichen Story zu verdanken ist, dass ich bis zum Ende am Ball geblieben bin.

[Review] Der Gott des Gemetzels

 

Diesen Film habe ich kürzlich durch Zufall im TV gesehen, als jede Blu-ray uninteressant und jedes Spiel zu langweilig war. Mein Fernsehkonsum hat sich in den letzten Jahren nämlich beträchtlich eingeschränkt, einfach weil mir das Angebot mittlerweile zu seicht geworden ist. Aber das ist ein anderes Thema…

„Der Gott des Gemetzels“ ist ein verfilmtes Kammerstück unter der Regie von Roman Polanski. Es geht um zwei Ehepaare, die sich eines Tages treffen, um einen Konflikt ihrer Söhne auszudiskutieren, bei der einer dem anderen mit dem Stock eins übergezogen hat. Die gesamte Handlung spielt dabei nur in der Wohnung von Penelope (Jodie Foster) und Michael (John C. Reilly), welche Nancy (Kate Winslet) und Alan (Christoph Waltz) zu sich zur Klärung der Sache eingeladen haben. Dabei könnten die Pärchen unterschiedlicher nicht sein und schon bald beginnt die höfliche Fassade angesichts der Aussichtslosigkeit einer Einigung zu bröckeln. Logischerweise stehen irgendwann nicht mehr die sich zankenden Jungen im Vordergrund, sondern versteckte Verletzungen, verborgene Eitelkeiten und unterdrückte Gefühle.

Anfangs war ich von der Aussicht auf diese Thematik nicht wirklich begeistert, wo ich doch eine starke Anhängerin sinnlos übertriebener CGI-Effekte und wenigstens ein bisschen Mord und Totschlag bin. Was diese vier Hauptdarsteller aber in dem sehr begrenzten Setting leisten, war für mich irgendwann einfach nur beeindruckend. Mit einer fast schon morbiden Faszination folgt man den genialen verbalen Duellen, die sich wie Pingpong-Bälle zwischen den vier Darstellern hin und her bewegen und man irgendwann nicht mehr weiß, wer denn jetzt hier nun gegen wen agiert. Dabei ist der tiefschwarze Humor sehr dezent, aber auch sehr treffend eingesetzt. Bei irgendwem findet man garantiert seine eigenen Schwächen wieder und voller Vorfreude fiebert man der Eskalation entgegen, die sich langsam, aber unaufhörlich aufbaut. Es wird gekotzt, geschrien, zerstört und selbst in diesen Szenen hat man den Eindruck, dass die Protagonisten sich noch beherrschen und mit aller Macht wieder zurück in ihre Rolle wollen. Die Mimik ist dabei bis ins kleinste Detail perfekt eingesetzt und zeigt mehr, als es weitläufigere Aufnahmen der Umgebung je gekonnt hätten.

Insgesamt zeigt dieser Film für mich perfekt, was wir hinter unserer Fassade, unserer schicken Kleidung und unserem guten Benehmen alles zu verbergen versuchen, mitreißend und beeindruckend durch eine schauspielerische Glanzleistung dargestellt.

Ganz schön ruhig hier…

Nun ist es schon wieder fast 4 Wochen her, dass ich hier einen neuen Beitrag veröffentlicht habe und ich muss sagen … so ein bisschen schäme ich mich schon. Immerhin war der (das?) Blog immer mein Baby, meine Zuflucht, wenn keiner mehr mein Gerede von Büchern usw. ausgehalten hat. Deswegen soll jetzt endlich hier mal wieder mehr Leben in die Bude kommen. Schließlich lese ich seit ich aktive Berufspendlerin bin wie ein Weltmeister und würde das eine oder andere Schätzchen gern mit euch teilen. Noch dazu ist die Gameswelt nach wie vor meine zweite große Leidenschaft und die Planung, mir jetzt nun doch endlich eine PS4 zuzulegen, nimmt handfeste Konturen an.

Gern würde ich auch meinen Blog mit Youtube ein wenig verbinden. Nicht, weil ich jetzt als abgehalfterter Youtube-Guru durchstarten möchte, sondern weil ich die Plattform als tolle Ergänzung ansehe, um über die Dinge zu schwafeln, die mich bewegen und interessieren. Gerade ältere Buchreihen könnte man so sehr gut besprechen, wie ich finde, auch wenn meine Hemmungen noch recht groß sind, mein Gesicht in die Kamera zu halten. Andererseits bin ich bei anderen Hobbys nicht weniger in der Öffentlichkeit, und bei denen kann ich peinliche Momente auch nicht raus schneiden 😀

Es wird also wieder ein wenig voller hier, zumal ich ja jetzt frei habe und bald der Urlaub ansteht, der mir endlich mal wieder Zeit geben soll, mich durch muffige Buchseiten zu wühlen!