[Review] Turn

1777. Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775 – 1783).

Abraham Woodhull (Jamie Bell) ist ein harmloser Farmer in der amerikanischen Kleinstadt Setauket und lebt ein recht beschauliches Leben, bis er eines Tages von einem befreundeten Händler rekrutiert wird, für die Rebellen die englischen Besatzungsmächte auszuspionieren. Woodhull hat gute Beziehungen, ist sein Vater schließlich ein einflussreicher Richter der Stadt, und schon bald wird aus dem unscheinbaren Farmer ein flammender Kämpfer für die Amerikanische Unabhängigkeit. Zur Seite stehen Abe viele alte Freunde, die mit ihm gemeinsam nach und nach ein dichtes Spionagenetzwerk ausbauen, und das ganz ohne Internet und moderne Medien.

Dies und die vielschichten Charaktere machen dabei auch genau den Reiz dieser Serie aus, die aus der Feder von Craig Silverstein stammt, der u.a. für „Nikita“ bekannt ist. Die Kulisse überzeugt durch aufwendige Settings, detailverliebte Kostüme und die Darsteller sind allesamt gut ausgewählt und verkörpern bis auf wenige Ausnahmen ihre Rollen hervorragend. Hier denke ich vor allem an Abes ehemalige Verlobte Anna Strong, gespielt von Heather Lind, mit der ich nicht so ganz warm werden konnte im Laufe der 10 Episoden. Es ist wahnsinnig spannend, mitzuverfolgen, wie sich das Netzwerk des Culper Rings mehr und mehr ausbaut und wie es damals überhaupt möglich war, Informationen ohne technische Hilfsmittel auszutauschen. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge, bei denen das Schicksal der unterschiedlichsten Charaktere beleuchtet wird, weben sich nach und nach zu einem gelungenen, großen Ganzen zusammen und sorgen dabei keine Sekunde für Langeweile. Besonders ins Herz geschlossen habe ich dabei den zynischen Major Robert Rogers, der durch Angus Macfayden hervorragend verkörpert wird.

Die Vorlage der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Serie liefert dabei der Roman „Washington Spies: The Story of Americas first Spy Ring“ von Alexander Rose.

Für mich ist Turn die Neuentdeckung dieses Sommers und ich bin nach dem aufreibenden Staffelfinale schon sehr gespannt, wie es in Staffel 2 weiter geht.

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3 Gedanken zu “[Review] Turn

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