[Review] Turn (Staffel 2)

Ach liebe Leute, was soll ich sagen. Nachdem ich zu Beginn der zweiten Staffel dachte: Meeeh, also irgendwie…hach ich weiß nicht…geht’s jetzt auch irgendwann mal los?? … Tja, das musste nicht lange auf sich warten lassen und spätestens nach der fünften Episode war ich Feuer und Flamme sowie nicht mehr vom heimischen Fernseher loszukriegen (was angesichts des bombastischen Wetters schon etwas, nun ja, bedenklich ist).

Die zweite Staffel knüpft nahtlos an die erste an (logisch eigentlich…ach irgendwie ist durch die Wärme auch so einige Synapse bei mir nicht mehr funktionsfähig…) und beleuchtet nun auch mehr das Wirken George Washingtons (Ian Kahn), der darum ringt, nicht letztendlich doch noch der verhassten englischen Krone zu unterliegen. Abraham muss indessen darum kämpfen, dass der sich mehr und mehr etablierende Culper-Ring nicht aufgedeckt wird, denn nicht nur Major Rogers (wie immer genial: Angus Macfadyen) sitzt ihm im Nacken, sondern auch der sadistische Lt. Simcoe (Samuel Roukin). Dieser hat ein besonderes Auge auf Abrahams vergangene Liebe Anna geworfen, die zunehmend darum kämpft, sich allein innerhalb des Spionagerings und der sie verachtenden Stadtgemeinde zu behaupten. Hier wurde mir auch Heather Lind endlich ein wenig sympathischer, vielleicht auch, weil ihr nun endlich mehr Raum gegeben wurde, ihr schauspielerisches Können zu zeigen.

Wie immer gibt es frühneuzeitliche Spionagemethoden zu bestaunen, wobei mich insbesondere der vorsintflutlich anmutende Lügendetektor beeindruckt hat. Die verschiedenen Handlungsstränge beleuchten nicht nur die einzelnen Charaktere und zeigen, dass wohl jeder Beweggrund nachvollziehbar ist (gut, von Simcoe vielleicht einmal abgesehen), sondern auch die Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten ist nach wie vor stimmig und sorgt besonders zum Ende der Staffel hin für absolut gelungene Spannungsmomente. Beachtlich fand ich auch, dass viele Personen, darunter allen voran der schrullige Major Hewlett (Burn Gorman), eine Entwicklung durchmachen, die sie einem richtig ans Herz wachsen lässt und ich konnte mich am Ende nicht mehr ganz so sehr entscheiden, ob ich Abraham den angestrebten Sieg über die englische Kolonialmacht nun gönnen soll oder nicht.

Staffel 2 überzeugt insgesamt mal wieder mit einem stimmigen, spannenden Plot, vielschichtigen Charakteren, hervorragenden Schauspielern und einer wunderbar inszenierten Kulisse. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich es bis nächstes Jahr aushalten soll, wenn die dritte Staffel kommt und augenscheinlich waren die Quoten jetzt auch nicht der große Knaller. Es bleibt zu hoffen, dass uns Turn noch eine ganze Weile als Perle unter der Serienflut erhalten bleibt und nicht durch fehlende Zuschauerzahlen irgendwann eingemottet wird.

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5 Gedanken zu “[Review] Turn (Staffel 2)

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