Urlaub

Endlich Urlaub. Endlich ausschlafen, zocken, lesen, am Manuskript weiter arbeiten und mal die Seele baumeln lassen.

Denkste!

Strebsam wie ich bin, startete meine erste Urlaubswoche mit meiner berufsbegleitenden Fortbildung, die ich gefühlt am Po der Welt verbrachte. Wie immer habe ich richtig viel gelernt und wieder die Motivation für den Job finden können, die im Stress der letzten Tage gern mal verloren geht, aber anstrengend war es dennoch, zumal für einen Mensch der Medien wie mich der dauerhafte Ausfall des Internets einer zwangsauferlegten Einkerkerung gleichkam.

Dieses Mal reiste ich auch einen Tag früher ab, denn eine meiner ältesten Schulfreundinnen heiratete, und zwar genau am anderen Po der Welt, nämlich weit oben an der Ostsee, die sich an diesem Wochenende auch von ihrer besonders stürmischen Seite zeigte. Wir hatten wahnsinnig viel Glück mit dem Wetter, auch wenn der Wind uns Damen sowohl Röcke als auch Hüte (ja wir trugen Hüte!) gehörig durcheinander wehte. Allein die Anreise war eine wahre Odyssee: Erst sprang mein Auto nicht an, da sich die Batterie wohl bereits im Urlaubsmodus befand, weswegen ich zu meiner Freundin fahren musste, mit der ich dann die weitere Reise in den hohen Norden antreten wollte. Mein zuvorkommender Fahrer erlitt dann auf dem Rückweg gleich einen Auffahrunfall, was glücklicherweise nur mit einer eingedellten Kehrseite seines Fahrzeugs endete, doch die Nerven lagen so natürlich erstmal blank. Es folgten Umleitungen, starrsinnige Navigationsgeräte, Staus und viel zu wenig Kaffee. So kamen wir dann auch reichlich zerzaust zum Barbecue vor dem Tag der Trauung an und gegen elf Uhr lag ich schlafend wie ein Stein im Bett meiner Unterkunft.

Die Hochzeit am folgenden Tag machte dann aber wieder die lange Fahrt mehr als wett. Das Schloss, in dem die Vermählung stattfand, lag wunderschön direkt am Wasser und spätestens als meine Freundin in der Kapelle die Treppe herunter kam, schossen bei mir Tränchen der Rührung aus den Augen. Vermutlich hatten diese sich an die nassen Gegebenheiten der Umgebung angepasst, denn mit der Heulerei ging es den halben Abend so weiter. Die Zynikerin in mir hatte an diesem Abend augenscheinlich eine Pause eingelegt.

Das viele Essen muss die nächsten Tage dringend durch Sport ausgeglichen werden, aber durch die freien Tage habe ich jetzt auch endlich wieder richtig Zeit dafür.

Die Ferien können starten!

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3 Gedanken zu “Urlaub

      1. Das hat auch noch so gut geschmeckt, wie es aussah? 😮 Wow….! 😮
        Danke! 🙂 Stimmt, wir sollten es viel häufiger so tun, wie es Peter Lustig – in einem etwas anderen Kontext – vorgeschlagen hat. 😉

        PS: Das Kleid steht dir übrigens gut, und das sag ich in Abwesenheit jeden Sinnes für Mode. 🙂

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