[Review] Suicide Squad

Etwas verspätet zwar, denn mittlerweile läuft der neueste DC-Streifen ja schon eine ganze Weile, dennoch komme ich nicht umhein, meine Eindrücke zu eben diesem festzuhalten.

Mit großen Erwartungen ging ich ins Kino, den Trailer schon mehrere hundert Male inhaliert, voller Vorfreude auf neue Charaktere aus dem DC-Universum fern von der mir so verhassten Superhelden-Schwarzweiß-Malerei.

Die Handlung ist dabei schnell zusammengefasst. Zur Bekämpfung einer unheilvollen Bedrohung will man das unausweichliche Böse einfach mit seinen eigenen Waffen schlagen. So sammelt die Geheimagentin Amanda Waller (Viola Davis) so viele Superschurken wie möglich unter ihrem Banner, ausgestattet mit einem implantierten Selbstzerstörungschip (getreu dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!), um das Vaterland zu verteidigen. Der bunte Haufen, bestehend aus Harley Quinn (Margot Robbie), Deadshot (Will Smith), Rick Flag (Joel Kinnaman) und Captain Boomerang (Jay Courtney), weiß zunächst nicht so recht, wie ihm geschieht, wollten doch die meisten der Beteiligten lieber ihren zwielichtigen Geschäften nachgehen als so unerträglich gut zu sein, doch letztendlich kommt es wie es kommen muss und alle Bösewichte sehen sich gezwungen, dem noch Böseren entgegen zu treten.

Potential hatte der Film allemal, auch wenn die Handlung sicherlich in einen Schuhkarton aus der Kinderabteilung passt. Der Trailer versprach Action, coole Helden und den schwärzesten Humor der letzten Kinomonate. Doch bereits zu Beginn wollte sich bei mir ein unbehagliches Gefühl der – ich wage es kaum auszuformulieren – Langeweile breit machen, da die Vorstellung der einzelnen Protagonisten auf der einen Seite viel zu viel Zeit in Anspruch nahm und auf der anderen Seite einfach keine mögliche Identifikation mit den Figuren möglich machte. Zu flach waren hier die Hintergründe, zu platt die Dialoge. Dies zog sich leider durch den ganzen Film, während sich nach und nach ein Logikloch an das nächste reihte. Die Darstellung des Bösewichts, einem gefangenen Geist irgendeiner uralten (und leider Gottes völlig uninteressant aufbereiteten Kultur), beeindruckte anfangs durch die mysteriöse, düstere Aura, wandelte sich aber zum Ende hin zu einer fast schon lächerlichen Darstellung, die sich mit dem ebenso unspektakulären Endkampf seicht lächelnd die Hände schüttelte. Zwar waren die Action und die eingesetzten Special Effects insgesamt wie gewohnt ein kleiner Augenschmaus, konnten aber dennoch nicht über den völlig fehlenden roten Faden, seicht dahin plätschernden Dialogen und einem völlig absurden Handlungsverlauf hinweg trösten. Und wer sich die ganze Zeit, so wie ich, auf den neuen Joker freute (gespielt von Jared Leto), wird sich wohl mal am Ende ebenso darüber ärgern, dass hier eine absolut nebensächliche Figur lediglich für die Werbetrommel in den Vordergrund geschoben wurde.

Schade, schade … das hat Marvel kürzlich mit dem neuen Teil der Avengers-Reihe aber wesentlich besser hingekriegt!

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