[Review] Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

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Ein weiteres Hörbuch aus meinem Pendler-Dasein, das ich mir eigentlich nur aufgrund des erst kürzlich erschienenen Trailers zur Verfilmung dieses Werkes ausgeliehen habe. Bisher bin ich immer um das Buch herum geschlichen, konnte mich jedoch nie dazu durchringen, es dann auch wirklich zu kaufen. Erst einmal fand ich den Titel ziemlich dröge und das Cover ließ auch keine Rückschlüsse auf den Inhalt zu, was meine Skepsis nur noch mehr entfachte.

Es geht um den Jungen Jacob, der seit seiner frühen Kindheit die abenteuerlichen Geschichten seines Großvaters lauschte. Diese handelten nicht von Märchen, Feen oder Elfen, sondern von gefährlichen Monstern, die auf der Suche nach magisch anmutenden Kindern auf einer geheimnisvollen Insel sind. Irgendwann kann Jacob den Geschichten seines Großvaters keinen Glauben mehr schenken, bis Abraham durch mysteriöse Umstände ums Leben kommt und Jacob sich einem solchen Monster von Angesicht zu Angesicht gegenüber sieht. Er begibt sich auf die Suche nach den Kindern aus den Geschichten des Großvaters, wobei er nicht nur neue Freundschaften schließt, sondern auch lernt, dass vielleicht nicht alles aus Abrahams Geschichten der blühenden Fantasie eines verwirrten alten Mannes entsprungen ist…

Für mich war dieses Buch eine regelrechte Überraschung. Dies liegt zum Einen an dem äußerst begabten Leser des Hörbuches, Simon Jäger, der die düstere Atmosphäre sehr gelungen einfangen kann. Zum Anderen hat der Schreibstil eine wunderbare Mischung aus hohem Niveau und leichter Flüssigkeit, der man mühelos folgt, während die Handlung vor dem geistigen Auge zum Leben erwacht. Das ganze Geschehen ist von einem düsteren Zauber umgeben, alles klingt nach Nebel und Geheimnissen, was so ziemlich perfekt zur kommenden Jahreszeit passt. Jacob schildert aus der Ich-Perspektive, wie sein anfängliches Misstrauen gegenüber seinem Großvater und seinen Geschichten mit dessen Tod schlagartig ins Wanken gerät und spätestens als er auf die besonderen Kinder – jene mit speziellen magischen Fähigkeiten, die auf einer Insel leben, auf der die Zeit auf wundersame Weise still steht – trifft, steht fest, dass in seinem Leben nichts mehr so sein wird wie es scheint. Dieser Roman lässt für mich so viel Interpretationsspielraum, so viele Identifikationsmöglichkeiten und so viele wunderbare Ideen, dass ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und auch auf die Verfilmung bin. Hier mischt sich ein schöner Schreibstil mit einer abenteuerlichen, düsteren Geschichte, die nicht nur Jugendlichen gefallen dürfte und für mich die perfekte Herbstlektüre darstellt.

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3 Gedanken zu “[Review] Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

  1. Mir hat das Buch auch gut gefallen, es hat wirklich so einen düsteren Touch wie das Cover vermuten lässt. Bin ebenfalls schon auf die Fortsetzung gespannt. Aber den Film werde ich mir auf jeden Fall ansehen, denn immerhin ist es ein Tim Burton.
    Viele Grüße
    Erin

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      1. Absolut! Ich habe lange auf das neue Projekt gewartet und bei dem Buch kann auch nichts schief gehen. Das ist die perfekte Geschichte für ihn. Ich bin gespannt, wie das Haus wird. In meinem Kopf ist es total verwunschen.

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