[Review] Verborgene Schönheit

Ich bin die Zeit … ich bin ein Geschenk, und Du vergeudest es!

Trailer: Verborgene Schönheit

In dem starbesetzten Film geht es um den erfolgreichen Geschäftsmann Howard Inlet (Will Smith), der durch einen schweren Schicksalsschlag all seinen Lebensmut verliert. Seine Arbeit, die er sonst über alles liebte, lässt er links und liegen, nur noch in seine Trauer und den Aufbau komplexer Domino-Arrangements vertieft, die fast wie eine Art Kanal seiner Gefühle anmuten. Seine Arbeitskollegen (u.a. Kate Winslet und Edward Norton) können das Drama nicht mehr länger mit ansehen – zumal wichtige Geschäftspartner nach und nach abspringen und die Firma droht, den Bach herunter zu gehen. Sie klügeln einen Plan aus, wie sie ihren Chef wieder zurück ins Leben und die Firma aus dem drohenden Loch holen können. Sie engagieren Schauspieler (Helen Mirren, Keira Knightley und Jacob Latimore), die als personifizierte Liebe, als den Tod und die Zeit zu Howard kommen und ihn an das erinnern, was er gerade aufzugeben gedenkt: sein eigenes Leben.

Ich habe nicht viele Erwartungen in diesen Film gesteckt, obwohl der Trailer doch schon sehr ansprechen und vor allem tränenrührend aussah. Das Staraufgebot, was Regisseur David Frankel hier an Land gezogen hat, interessierte mich dagegen umso mehr, zumal ich ein großer Mirren-Fan bin. Die Geschichte ist nicht nur mit Howards Schicksal gefüllt, sondern auch das Leben seiner Freunde rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt, denn auch sie haben jeweils ihr eigenes Päckchen zu tragen und sowohl private als auch berufliche Lasten zu bewältigen. Da ist beispielsweise die engagierte Claire (Kate Winslet), die ihre biologische Uhr ticken hört, oder der verlassene Whit (Edward Norton), der wieder eine Bindung zu seiner Tochter aufbauen will. Dies verleiht dem Film mehr Tiefe, als ich es zunächst erwartet hätte und obwohl der Handlungsstrang doch sehr emotionsbetont ist, entsteht nie der Eindruck, dass hier übertrieben auf die Tränendrüse gedrückt wird.

Allerdings hat mich die Geschichte trotz der guten schauspielerischen Leistung aller Beteiligten nie wirklich berührt, was auf mein gefühlloses Herz oder auf einen etwas flachen Handlungsstrang zurückzuführen wäre. Ich mochte den unterschwelligen Witz, die klugen Dialoge, aber so ganz wollte es mich nicht packen, vielleicht weil Will Smith mich mit seiner rauen Art der Trauer nicht ganz überzeugen konnte. Das überraschende Ende hat dies jedoch ein wenig wieder gut machen können und am Ende wirkten all die kleinen Unstimmigkeiten gar nicht mehr so tragisch. Und da macht es auch nichts, dass Keira Knightley als die personifizierte Liebe neben Helen Mirren als den trauernden Howard heimsuchenden Tod absolut glanzlos wirkte.

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