[Review] Brandon Sanderson – Der Weg der Könige

Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Jahre ich nun diesen Roman von Brandon Sanderson bei mir im Regal stehen hatte. Fakt ist: Meine Schwester scheDer Weg der Koenige von Brandon Sandersonnkte mir dieses Buch zum 25. Geburtstag, was nun *hust* ein paar Jahre her ist. Nun denn, die Zeit war reif, diesen Wälzer endlich zur Hand zu nehmen, zumal ich bereits andere Romane des Autors gelesen hatte und schwer angetan von seinen Ideen und Schreibstil war.

Die Geschichte beginnt in Roschar, einer rauen Welt, die von Stürmen heimgesucht wird. Vor Jahrtausenden wurde Roschar von Kriegern regiert, die mit nahezu gottgleichen Kräften ausgestattet waren, doch diese Krieger sind nun nur noch Stoff von Legenden und das Land ist uneins und steht kurz vor dem Zusammenbruch.

Im Laufe der Geschichte lernen wir die verschiedensten Charaktere kennen, die alle ihr eigenes Schicksal in Roschar bestreiten müssen. Da ist einmal Kaladin, der als Sklave sein Dasein als sogenannter Brückenläufer fristen muss, jene Menschen, die Brücken für die Armeen auf den zersplitterten Ebenen bereit stellen müssen und dabei meist als Pfeilfutter ihrer Feinde enden. Oder Heerführer Dalinar, der bei jedem neuen Sturm von Visionen heimgesucht wird und um das Ansehen seiner Landsleute fürchten muss. Gefühlt am anderen Ende der Welt verfolgen wir die Versuche Shallans, den Seelengießer der Fürstin Jasnah zu stehlen, um mit diesem mächtigen Artefakt ihre Familie zu retten. Dafür geht sie bei der klugen Frau in die Lehre und gerät mehr und mehr in einen moralischen Konflikt, der sie zwischen ihrer Wissbegierde und ihren familiären Verpflichtungen hin und her reißt.

Der Roman bildet den Auftakt einer neuen Fantasyreihe mit einem erfrischend neuen Magiesystem, einer erfreulich komplexen Fantasywelt und hervorragend ausgearbeiteten Charakteren, die jede für sich mit ihren eigenen Charakterzügen und Hintergrundgeschichten aufwarten. Dabei arbeitet Sanderson vermehrt mit Rückblicken, welche die Vergangenheit insbesondere Kaladins beleuchten. Diese sind jedoch so geschickt in den Plot eingebunden, dass nie Verwirrung auftritt. Man merkt dem Roman jedoch an, dass er lediglich der Beginn des Epos‘ darstellt, denn so richtig will die Handlung noch nicht in die Gänge kommen. Zwar gibt es Passagen, die wirklich mitreißend sind, doch zu oft zieht sich die Entwicklung der Handlung in die Länge. Dies verleiht der Geschichte zwar die nötige Tiefe, um wirklich in die Welt eintauchen zu können, doch eine Raffung hier und da hätte den Kapiteln wirklich nicht geschadet.

Was mir allerdings sehr gefiel, waren die liebevoll gestalteten Details innerhalb des Buches. Nicht nur eine Karte der Welt gibt es am Anfang zu sehen, auch Pflanzen und Tiere Roschars werden oft abgebildet und näher erläutert, sodass man sich auch nur jede kleine Spore leibhaftig vorstellen kann. Ich persönlich liebe solche Details in Fantasyromanen und könnte mich an den Zeichnungen und Skizzen nicht satt sehen. Insgesamt sind mir auch die drei Hauptcharaktere sehr ans Herz gewachsen, weswegen ich trotz teilweise sehr zäher Passagen das Buch nicht abgebrochen habe und bereits die nächsten, sehr dicken, Bände im Regal stehen habe. Denn insgesamt stellt der Roman wohl eines dar: das Versprechen, dass dem Reich Roschar eine große Umwälzung bevor steht, die sowohl das Leben seiner Bewohner als auch jenes der Protagonisten bis in die Grundfesten erschüttern wird…

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3 Gedanken zu “[Review] Brandon Sanderson – Der Weg der Könige

  1. Tolles Buch! 😀
    Ja, manche Passagen hätte man sicherlich kürzen können, aber ich mag sowohl Way of Kings als auch Words of Radiance, und freue mich auf den dritten Teil Ende des Jahres. 😀
    Die Zeichnungen gefallen mir auch sehr, das gibt dem Ganzen noch mal eine ganz eigene Note.

    Gefällt 1 Person

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