Kategorie: Games

Welches Medium soll es sein?

Adaptionen der verschiedensten Geschichten gibt es mittlerweile in mannigfaltiger Weise. Buch zum Film, Filmadaption des Buches, Hörbuch, wenn man Glück hat gibt’s das Ganze noch als Theaterstück oder, wenn man richtig Glück hat, noch als Game, damit man die Lieblingsgeschichte auch noch interaktiv erfahren kann.photo-camera-219958_640

Oft bin ich überrascht, wenn ich einen Film schaue, dass dieser auf einem Buch basiert, welches schon seit Längerem als Bestseller gilt. Hin und wieder habe ich die Bücher bereits gelesen und freue mich wahnsinnig auf die Verfilmung, habe ich doch schon ganz lange Bilder meiner Charaktere im Kopf, die ich nun endlich auch außerhalb meines geistigen Auges sehen kann. Oft kommt es auch vor, dass die Filmvorlage als Roman im Handel erscheint, dies ist jedoch meiner Erfahrung nach die Seltenheit. Dazu muss ich auch sagen, dass die Filmadaptionen, die ich bisher gelesen habe, dem Niveau eigenständiger Lektüre nicht das Wasser reichen können und oftmals das Filmerlebnis fast schon ins Lächerliche gezogen haben. Über Ausnahmen lasse ich mich an dieser Stelle gern belehren 🙂

Doch was ist nun das geeignetes Medium, um dem Stoff am Ehesten gerecht werden zu können? Ich plädiere meist dafür, den Roman als Ausgangspunkt für weitere kreative Umsetzungen heranzuziehen. Leerstellen in der Handlung, offene Handlungsstränge, vom Autor bewusst oder unbewusst gelegte Lücken im Plot regen nicht nur die eigene Fantasie an, sondern biknowledge-1052014_640eten auch viel Spielraum für weitläufige Interpretationen, die man auf mannigfaltige Art und Weise umsetzen kann. Leider kommt es hier auch oft vor, dass visuelle Umsetzungen das eigene Bild des Charakteres oder eines besonderes Schauplatzes derart zerstören können, dass es hier eine Verfilmung sehr schwer hat, den eigenen Bildern im Kopf gerecht zu werden. Bestes Beispiel für mich ist hierbei Daenerys aus Das Lied von Eis und Feuer, die für mich eine der wenigen Fehlbesetzungen in der Serie zum Buch ist. Tolkiens Der Herr der Ringe, ein Buch, was ich bereits als Teenie mehrmals gelesen hatte, fand ich dahingegen wunderbar umgesetzt und konnte dem Regisseur Peter Jackson auch die eine oder andere Änderung verzeihen, sah ich hier doch das Herzblut, was hinter dem wahrhaftigen Mammutprojekt stand. Der Hobbit widerrum habe ich nie gelesen, weswegen ich sehr unvoreingenommen an die Filme herangehen konnte. Dennoch mochte ich nur den ersten Teil dieser Filmtrilogie wirklich gern.

Hörbücher stehen und fallen meiner Meinung nach mit dem- oder derjenigen, welcher oder welche das Buch vorliest. Wie oft habe ich es erlebt, dass ein dröger Leser die spannende Romanhandlung völlig zunichte machte und mich im Auto nahe an den Sekundenschlaf brachte, während ein guter Leser das Buch erst recht fesselnd für mich machte. Stefan Kaminski ist hier das beste Beispiel für mich – keiner vertont die Romane von Patrick Rothfuss so genial wie er (hat wohl im Deutschen auch keiner, aber ihr wisst ja, was ich meine!). Dem entgegen steht John Greens Eine wie Alaska, bei dem ich während des Hörens beinahe mit dem Kopf auf das Lenkrad knallte.

Was Theaterstücke angeht, so plane ich nach wie vor, mir Tschick von Wolfgang Herrndorf anzuschauen, habe ich doch das Buch gelesen, selbst an Schüler vermittelt und auch der Film steht längst auf meiner Watchlist. Die Möglichkeiten, drei Medien miteinander zu vergleichen, die sich einem Stoff widmen, fasziniert mich sehr und ich bin gespannt, welches der Umsetzungen mich mehr überzeugt. Hier sehe ich ebenfalls die große Chance von möglichst vielen medialen Interpretationen: ich kann somit ein breiteres Publikum erreichen, die verschiedensten Typen ansprechen und ihnen die Möglichkeit geben, den Stoff auf die Art zu erfahren, die ihnen am Ehesten entspricht. Nichtsdestotrotz sehe ich hier auch die Gefahr der Überflutung von Varianten, bei der man sich kaum entscheiden kann, was denn nun das Beste ist und was jetzt auch wirklich Sinn macht, Zeit und Gedanken hinein zu investieren. Seine eigenen Präferenzen zu kennen, kann hier von großem Vorteil sein.

Was Umsetzungen in Spielen betrifft, hat Guddy einmal einen sehr lesenswerten Blogartikel dazu geschrieben (hier und hier). Für mich ist nach wie vor die Reihe rund um den Hexer Geralt von Riva, basierend auf den Roman von Adrej Sapkowski, das Gelungenste, was mir dahingehend untergekommen ist, wenngleich sich hier nur lose an der Romanvorlage orientiert worden ist. Mit Hochspannung erwarte ich auch die angekündigte Netflix-Serie, bei der ich allerdings befürchte, dass meine immens hohen Erwartungen der Serienverfilmung kaum eine Chance lassen.

 

Wie sieht es bei euch aus? Buch, Film, Spiel oder was ganz anderes? Am besten alles zusammen? Verratet es mir! 🙂

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Wenn der Kunde bedient ist…

Gespräche mit Kundendiensten tragen nicht selten dazu bei, dass meine Blumentöpfe schon alleine in meiner bloßen Anwesenheit vor Angst um ihre eigene Existenz zu klirren beginnen. Da die Siedetemperatur meines Blutes ohnehin schon sehr knapp über 0 angesiedelt ist, bringt mich die offensichtliche Ratlosigkeit und das fehlende Gesäß in der Hose, dies zuzugeben, oftmals dazu, mein Telefon mit Vorliebe an die nächste Wand deppern zu wollen. Vor allem, wenn es darum geht, ein heiß geliebtes Spiel, welches urplötzlich einfach nicht mehr starten will, zum Laufen zu kriegen, sollte es doch wohl möglich sein, kompetentes Personal an den Hörer zu kriegen.

Zunächst war ich ja doch sehr erfreut darüber, dass mir ein Rückrufservice angeboten wurde, der auch sehr zuverlässig lief und ich schnell einen Mitarbeiter an der Strippe hatte, dem ich mein Leid klagen durfte. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass eine nachfolgende Beratung etwas schwierig werden sollte, da ich den guten Mann am Telefon aufgrund seines starken Akzents und der nasalen Aussprache kaum verstand. Man darf ja annehmen, dass ich, emanzipiert, wie ich bin, bereits durch viele Anläufe schon selbst versucht habe, das Problem zu lösen und dass ich angesichts der daraus resultierenden Misserfolge nicht auch noch Lust hatte, am Telefon verbale Lückentexte auszufüllen. Dialoge wie „Haben Sie dies und jenes schon deinstalliert und wieder neu installiert?“ „Ja.“ „Haben Sie mal ihre Grafiktreiber aktualisiert?“ „Ja.“ „Haben Sie das schon mal neu installiert?“ „JA!“ ließen mich zu einer weiblichen Rumpelstilzchen-Variante mutieren, die um das digitale Feuer der Bildschirmbeleuchtung tanzte. Letztlich sollte ich diverse Systemdaten an den Support schicken, dafür eine Datei erstellen, für die ich erst meinen Erstgeborenen verpfänden musste. Darafhin kam erst einmal tagelang keine Reaktion seitens des Kundenservices. Mit geschwollenem Kamm rief ich dort noch einmal an, um mein Problem zu schildern und stellte dabei mit Schnappatmung fest, dass die Vorgangsnummer meines Problems in etwa so viel Wert war wie das Horoskop von letzter Woche. Das Spiel ging also wieder von vorn los. Lächerliche Fragen beantworten, Warteschleifen zubinden, Ratschläge abnicken und dem Drang widerstehen, das Arbeitszimmer in Brand zu stecken. Davon hielten mich übrigens nur meine von früher gespeicherten Spielstände ab, die mit einer Aura der Heiligkeit nach wie vor darauf warteten, reaktiviert zu werden. Irgendwann, viele viele Jahreszeiten waren ins Land gegangen und die Mitarbeiter des Kundendienstes waren kurz davor, sich eine Einladung zum Weihnachtsessen zu verdienen, entschied ich mich, es sein zu lassen. Vielleicht war die Zeit gekommen, sich nun neueren Gefilden zuzuwenden, die ausreichend genug gepatcht waren, damit mir das Spielvergnügen nicht nach dem nächsten Neustart verwehrt bleiben würde. Vielleicht war es nun Zeit, loszulassen. Die Augen auf einen neuen Horizont zu richten. Abschied nehmen. Ich erwog, noch einmal den Rückrufservice zu nutzen, um den engagierten Männern und Frauen da draußen am Hörer irgendeines stickigen Großraumbüros zu sagen, dass es nun gut so war wie es war und ich meinen Frieden gefunden hatte. Ich würde ihnen ihren Mangel an Kompetenz verzeihen und mit meinem Akt der Vergebung wahre Erfüllung erfahren.

Nur einer leisen Eingebung folgend versuchte ich es ein letztes Mal, womöglich aus einem inneren nostalgischen Antrieb heraus, der gemeinsam mit meinem Sturkopf vielleicht doch noch nicht ganz klein beigeben wollte.

Es hat dann funktionert.

Lag am Virenprogramm. (Ups!)

Gaming-Spleens: Das Bildnis der Nemeryll.

Die Guddy hat zu einer sehr amüsanten und interessanten Blogparade aufgerufen, in der man doch einfach mal von seinem größten Gaming Spleen berichten soll. Dies ist doch ein guter Zeitpunkt, sich einmal selbst zu reflektieren und das eigene Gamingverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen und … ohje … was kommen da für psychologisch-fragwürdige Züge ans Tageslicht! Ich könnte jetzt von meiner Feigheit in gruseligen Spielsituationen berichten oder von meiner Neigung, bei der Erkundung von Dungeons krampfhaft um die Ecke schauen zu wollen, sodass ich fast vom Stuhl falle, aber nein …

Meine größte Macke liegt tatsächlich in der Charaktererstellung, ähnlich wie bei Guddy selbst.

Liegt es bei ihr lediglich an der Haarfarbe, so ist es bei mir der komplette Charakter der größte Knackpunkt eines Spiels. Gerade in Rollenspielen hat man ja oftmals das Vergnügen, seinen Charakter nach seinen eigenen Vorstellungen eigens kreieren zu dürfen. Bei all den Freiheiten, die solche Spiele bieten, bin ich in meiner Auswahl dann doch sehr eingeschränkt und auch auf eine sture Art und Weise furchtbar festgelegt. Ich spiele nämlich immer mich selbst! Soll heißen: mein Charakter soll möglichst so aussehen wie ich, nachdem man mich durch diverse Verschönerungsfilter gezogen hat. Das heißt, mein blondes Haar ist einerseits ein Muss, andererseits auch die Gesichtsform, Augenfarbe, (ungefähre) Körpergröße. Selbst die Frisur sollte angepasst sein. So spielte ich bis vor Kurzem eben Blondinen mit recht kurzen Haaren, jetzt wo sie länger werden, darfs dann auch schon mal die Wallemähne sein. Denn wie ich schon sagte: Ich spiele mich selbst, nur optimiert! 😉 Sobald ich einen Mann spielen muss, geht bei mir schon siebzig Prozent des Spielvergnügens flöten, dabei habe ich eine ausgeprägte Fantasie und auch Perspektivwechsel fallen mir gewöhnlich nicht schwer. Auch die Tatsache, dass ich mir dann in der Vogelperspektive andauernd quasi selbst auf den Hintern starre, könnte man an dieser Stelle in Freudscher Manier auseinander nehmen, aber … lieber nicht!

Einzig und allein Geralt aus der Witcher-Reihe hat es geschafft, dass ich dann doch gern einen Mann spiele, weil wohl der Charakter so einzigartig und toll ist, dass ich hier einmal meinen Gaming-Narzissmus beiseite legen kann. In fast allen anderen Situationen ist mein erster Blick bei einer Neuanschaffung die Charaktererstellung. Wehe dem Spiel, dass es nicht schafft, mich nicht visuell vollständig in die Welt zu integrieren. Ist dies vielleicht der Wunsch, die Realitätsflucht voll und ganz durchleben zu können? Oder bin ich einfach nur so von mir selbst eingenommen, dass ich nur mich als Hauptcharakter akzeptieren kann? Anthropologische Studien wären an dieser Stelle sehr interessant.

Wie dem auch sei, entsprechend meiner Gewohnheit ist mein derzeitiger Charakter in Pillars of Eternity auch eine blonde, menschliche Kriegerin. Wahlweise wäre hier noch eine Elfe möglich gewesen, Zwerge fallen bei mir kategorisch aus. So konnte ich mich auch absolut nicht durchringen, im neuesten Dragon Age- Inquisition eine Qunari zu spielen, wenngleich mich die neue Rasse brennend interessierte. Wer weiß, wann ich diese mir selbst auferlegten Schranken durchbrechen kann.

Ich bin sehr gespannt, auf die anderen Gamingmacken, die jetzt so allmählich ans Tageslicht kommen und freue mich schon auf neue virtuelle Neurosen! 🙂

 

 

 

 

Eine Ode an das Gaming

Wenn ich sage, ich arbeite immer, dann mag sich das vielleicht übertrieben anhören, aber tatsächlich verging in den letzten Monaten kaum ein Tag, an dem ich nicht für mindestens 3 Stunden über meinen Aufgaben gesessen habe, Wochenenden mit eingerechnet. Komme ich nach Hause, ziehe ich die Jacke aus, renne durch meine Wohnung schnurstracks ins Arbeitszimmer, werfe den PC an und erledige alle möglichen Sachen. Am Wochenende arbeite ich für die Woche vor, weil ich täglich über 100km pendle und dadurch meist nicht alles schaffe. In meinem Auto stapeln sich Hörbücher, Energy Drinks und Schuhe und ich kenne meine Fahrstrecke meist so genau, dass ich sie auch mit verbundenen Augen zurücklegen könnte.

Nicht, dass man mich falsch versteht: ich liebe meinen Job. Auch wenn ich oft frustriert bin, wenn es mal nicht so läuft, weiß ich doch, dass ich in dieser Branche richtig bin und mich da auch gern weiter entwickeln würde. Aber besonders in der letzten Ausbildungsphase, wenn die 60-Stunden-Woche mich fast erdrückt hat und ich abends mit Aufgaben im Kopf ins Bett gegangen bin, fiel es schon schwer, die Kurve weg vom geistigen Totalschaden zu kriegen.

Mir ist bewusst, dass meine derzeitige Arbeitsweise auf lange Sicht sehr ungesund ist und ich vermutlich irgendwann endlich mal einfach Dinge nicht mehr so perfektionistisch angehen sollte. Aber festgefahrene Muster lassen sich eben nur schwer überbrücken.

Worauf will ich hier eigentlich hinaus? Tatsächlich halfen mir Freunde und Familie bisher immer, dass ich auch mal raus aus meinen vier Wänden kam und mich ins Stadtgetümmel stürzen konnte. Doch, so banal es klingt, insgesamt muss ich doch sagen, dass mich besonders meine Bücher und Computerspiele über besonders arbeitsintensive Phasen gerettet haben. Neben dem Sport waren es vor allem Games, die es endlich vermocht haben, dass ich keine Arbeitsaufträge oder die nächste Dienstberatung mehr im Kopf hatte. Sobald ich in der Geschichte drin war, war ich entspannt, der Kopf frei, die Sorgen endlich mal ganz woanders. Dann konnte ich unbekümmert auf meinem Stuhl herumlungern, Tee trinken, die Katzen auf dem Schoß haben und die Spielfiguren die Arbeit machen lassen. Mitfiebern, mitleiden, all das half, dass ich die Arbeit einmal vergessen konnte – etwas, was Unternehmungen bisher immer nur temporär schaffen.

Oute ich mich damit als stubenhockender Freak, der PC-Spiele dem wirklichen Leben vorzieht? Mitnichten. Ich gehe nach wie vor gern in Bars, Cafés oder auch mal tanzen, wenn die Kondition es zulässt (mit Ende 20 wird man erschreckend früh müde und manchmal frage ich mich, was mein 15jähriges Ich wohl dazu sagen würde). Ich mag Spaziergänge, die Natur und den Sommer, aber so richtig entspannt habe ich bisher wirklich immer vor dem PC. Mir ist erst in der letzten Zeit klar geworden, welchen Stellenwert Games dadurch in meinem Alltag einnehmen. Sie sind nicht nur ein stupider Zeitvertreib gegen die bohrende Langeweile, vielmehr sind sie mein Tor in einer andere Welt, wo ich meinen ganzen Frust und Ärger lassen kann, um dann am nächsten Tag wieder motivierter in mein winziges Auto zu steigen. Sie sind das Fenster zu großen Geschichten, die ich wie einen Schwamm aufsauge, sie sind die Muse für meine Kreativität und spornen mich an, die Welt vielleicht auch einmal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Games haben mir gezeigt, dass man Kunst, Spiel, Kultur und Literatur in nur einem Medium vereinen kann, dass man lernen kann, ohne sich anzustrengen und dass man dadurch mit Leuten ins Gespräch kommt, die einen vermutlich sonst nie in ihren engeren Bekanntenkreis gelassen hätten. Nur diese Art der Weltenflucht bringt mich dazu, die Realität positiver aufzunehmen und ich glaube dies ist genau der Punkt, den viele Außenstehende nach wie vor nicht begreifen wollen. Ebenso wie durch ein gutes Buch kann ich durch ein gutes Spiel Aspekte der Handlung auf meinen eigenen Alltag übertragen und vielleicht, mit ein bisschen Einfühlungsvermögen, auch hinterfragen. Ich kann, nur durch die Bewunderung einer besonders gelungenen Grafik, die mühselige Arbeit anderer Leute erkennen, die so viel Herzblut in die Entwicklung gesteckt haben und dadurch vielleicht auch ein bisschen mehr Motivation für meine eigene Arbeit entwickeln. Und ich kann meinen ewig kreisenden Gedanken eine kleine Pause vom Hamsterrad des Alltags gönnen. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Neuer Dragon Age: Inquisition DLC: Der Abstieg

Vor Kurzem wurde endlich ein neuer Dragon Age: Inquisition DLC angekündigt, in dem es erneut hinab in die tiefen Wege gehen soll, um dort eine Bedrohung auszumerzen, die ganz Thedas in den Abgrund stürzen könnte. Neue Charaktere und ein Wiedersehen mit der Kultur der Zwerge machen dabei die ganze Angelegenheit durchaus reizvoll.

Ich persönlich freue mich riesig, obwohl ich mit dem letzten DLC ja noch immer hinterher hänge. Aber 14,99 Euro sind für einen DLC nicht gerade ein Schnäppchen, weswegen ich bisher noch ein wenig warten wollte. Seit Mass Effect 3 sind meine Ansprüche an derartige (in meinen Augen durchaus fragwürdige) Erweiterungen ziemlich nach oben geschossen und ich bin gespannt, was die ersten Reviews dazu sagen werden. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass wohl Konsolenbesitzer bei der ganzen Geschichte leer ausgehen, da der DLC augenscheinlich nur für den PC veröffentlicht wird.

Der Dunklen Brut eins auf die Mütze geben könnt ihr ab dem 11. August.

Wing Commander 3: Heart of the Tiger kostenlos bei Origin

Eben gelesen: Bei der Plattform Origin bekommt ihr derzeit den Weltraumklassiker Wing Commander 3 kostenlos – leider nur mit deutschen Untertiteln. Dies war für mich aber kein Hindernis, sofort zuzuschlagen, immerhin war Wing Commander 3 mein Erstkontakt mit dem PC. Damals konnte ich kaum lesen, geschweige denn einen PC bedienen, aber „WC3“ konnt ich bei DOS immerhin eingeben, um das Spiel zum Starten zu bekommen. 😉

 

Hach, da werden Erinnerungen wach!

 

E3: Dragon Age Inquisition

Die E3 hat wieder einmal einige Titel ausgespuckt, die mich wahnsinnig interessieren und die ich in jedem Fall haben muss. Darunter, selbstverständlich, Dragon Age: Inquisition, was den neuesten Trailern zufolge einfach nur super aussieht. Besonders letzteres Video zeigt eine spielbare, weibliche (!) Qunari, was für mich mehr als nur interessant ist. Wenn mit diesem Charakter noch die Bioware-typischen Romanzen möglich sind, dann wird das wohl mein Charakter des ersten Durchgangs sein (denn dass man diese Spiele mehrfach spielt, versteht sich ja wohl von selbst). Ich mochte ja, entgegen der weitläufigen Meinung, auch Teil 2 und bin sehr gespannt, wie die Entscheidungen in den Vorgängern dieses Spiel beeinflussen. Nicht umsonst zocke ich gerade alle Teile vorbereitend für Oktober noch einmal durch … 😉

 

 

Muss einfach sein…

Ich arbeite mir derzeit den A… ab und hab leider kaum Zeit für meinen Blog, aber DAS muss sein.

 

Schlüppis festhalten…

 

[Review] Tomb Raider

Ich habe es geschafft! Nachdem mich tausend andere Spiele abgelenkt haben, bin ich endlich durch das tolle, nicht mehr ganz so neue Tomb Raider gekommen. Ich kenne nicht alle Teile der Reihe – eigentlich habe ich den allerersten gespielt und erinnere mich noch, wie lustig ich es fand, über den Butler in Laras Haus zu hüpfen und mir sein erschrockenes Uuuhuuu anzuhören (wie alt war ich da? 10?), dann habe ich Legends auf der PlayStation gezockt und schließlich war es für mich lange Zeit vorbei mit der akrobatischen Alleskönnerin (ich sag nur sich an ’nem Rand hochziehen und daraus mal fix einen Handstand machen … is‘ klar!!!). Tja, unglaubwürdige Sachen macht Lara zumindest in dem Ausmaß nicht mehr und auch ihre Statur hat sich in erfreulich realistischere Bahnen bewegt, wenngleich sie wohl noch immer die Männerherzen höher schlagen lässt.

Gleich zu Beginn wird man an eine verlassene Insel gespült und muss um das eigene Leben und das der überlebenden Schiffscrew kämpfen. Dabei geht das Spiel nicht gerade zimperlich mit der zarten Lara um und sobald man auch nur eine falsche Taste drückt, bohrt sich allerhand spitzes Allerlei auf möglichst blutige Weise in das Fleisch der Abenteuerin. Die Freigabe ab 18 ist dementsprechend auch gar nicht mal so weit daher geholt. Hat man zu Beginn nicht mehr als einen Bogen, sammelt man im Laufe des Spiels immer mehr an Waffen und Utensilien, um jene aufzurüsten. Dabei sind überall versteckte Plätze und Gräber, die neben der Haupthandlung auch ein bisschen das alte Rätselraten und … leider … auch das nervtötende Gehopse wieder zum Leben erwecken, was eingefleischte Fans aber sicherlich freuen wird.

Tatsächlich blieb auch der Bogen zusammen mit der Schrotflinte (*muahar*) eine meiner Lieblingswaffen und in Kombination mit lautlosem Anschleichen und einem noch geräuschloserem Ausschalten der fiesen Kultistenbewohner der Insel kam für mich wahrer Nervenkitzel auf.

Die Story ist diesbezüglich schnell erzählt, denn ein richtiges Tomb Raider wäre ja nichts ohne einen alten Kult und eine sagenumwobene Legende, die auf dieser Insel schon zahlreiche andere Ankömmlinge ins Verderben gelockt hat. Noch dazu haben es die geistig leicht angeknacksten Bewohner des Eilandes auf Laras Freundin Sam abgesehen, welche die Wiedergeburt einer alten Gottheit sein soll, und unsere Noch-nicht-ganz-Archäologin macht sich zu ihrer Rettung auf. Dabei ist der Alleingang der hübschen Brünetten wirklich spannend inszeniert und die eine oder andere Szene zehrte wirklich an meinen Nerven und ließ mich dann doch lieber wieder das Licht im Raum anknipsen. Angemessen eingesetzte Quicktime-Events und eine große Kreativität hinsichtlich der Missionen machen aus diesem Spiel ein wirkliches Abenteuer, das man unbedingt einmal gespielt haben sollte. Auch das Finale gefiel mir dabei außerordentlich gut, schon allein wegen der zukunftsweisenden Waffenwahl am Ende… 😉

Grafisch ist Tomb Raider auch außerordentlich toll anzuschauen, was in der neuesten Version für die PS4 noch besser herauskommen soll. Besonders bei Laras atemberaubenden Kletterpartien hat man einen tollen Blick in tiefe Täler und windumtoste Küstenlandschaften, was besonders schön zur Geltung kommt, wenn man einen 3D-fähigen Monitor hat. Dabei ist alles stets düster, blutig und rau, was mich dann auch für Laras zartes Synchronstimmchen (Nora Tschirner vertonte Lara für die deutsche Version) entschädigt hat.

Ein tolles Spiel und ein anderer, aber würdiger Nachfolger der Reihe.